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SBB mit absoluten Rekordzahlen

Über diesen Rekord dürfen sich die SBB freuen: 951'000 Passagiere und 200'000 Tonnen Güter transportierte der Bahnbetreiber im 2010 täglich. Getrübt werden die Spitzenzahlen durch den Schuldenrekord wegen hoher Investitionen in Rollmaterial und Pensionskassen-Sanierung.

Veröffentlicht 30.03.2011

Im Vergleich zum Vorjahr benutzten 2010 sechs Prozent mehr Menschen den Zug. Vor allem der internationale Personenverkehr stieg überdurchschnittlich. Jeder dritte Arbeitnehmer fahre heute mit dem Zug zur Arbeit, teilten die SBB mit. Insgesamt stieg die Verkehrsleistung um 5 Prozent auf gut 17,5 Milliarden Personenkilometer.

Auch SBB Cargo legte zu und transportierte täglich 200'000 Tonnen Güter. Die Transportleistung stieg gegenüber dem Vorjahr um 12,3 Prozent auf gut 13 Milliarden Nettotonnen-Kilometer.

Die Zufriedenheit der Kunden im Personenverkehr stieg im Vorjahresvergleich leicht auf 75,9 Punkte (+0,3). Besser beurteilt wurden namentlich Sicherheit, Kundeninformation und Pünktlichkeit. 87 Prozent aller Passagiere erreichten ihr Ziel pünktlich, also mit maximal drei Minuten Verspätung. Weniger gute Noten erhielt das Wohlbefinden der Passagiere. Die SBB führen dies vor allem auf die überfüllten Züge zu Spitzenzeiten zurück.

Schwere Eisenbahnunfälle blieben den SBB laut Mitteilung erspart. Allerdings sei es zu einer ganzen Reihe von kleineren und mittleren Unfällen mit Verletzten gekommen. In Zürich ereignete sich im letzten Oktober ein tödlicher Arbeitsunfall.

Das SBB-Konzernergebnis fiel mit 298,3 Millionen Franken schwächer aus als 2009 (369,8 Millionen Franken). Die Mittel aus der Leistungsvereinbarung mit dem Bund reichten nicht aus, um den Substanzerhalt des Netzes zu erhalten, schreiben die SBB.

Als besorgniserregend bezeichnen die SBB die steigende Verschuldung. Vor allem in neues Rollmaterial musste investiert werden (965,8 Millionen Franken). Zudem war ein Beitrag von 938 Millionen Franken für die Sanierung der SBB-Pensionskasse nötig. Unter dem Strich stieg die verzinsliche Verschuldung um 763,2 Millionen Franken auf 8,07 Milliarden Franken an.

(rcv/cms/awp)

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