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Valley View

Ridesharing: Mit voller Fahrt voraus

Privattaxi-Dienste liegen bei Nutzern und Investoren voll im Trend. Wie weit kann die Revolution gehen?

Christian Simm

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Man erkennt sie am rosa Schnurrbart: Die Autos des Ridesharing-Dienstes Lyft. Β Β Karsten Lemm RMS

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Man erkennt sie am rosa Schnurrbart: Die Autos des populΓ€ren Ridesharing-Dienstes Lyft fallen sofort ins Auge. Anfang April gab die Firma aus San Francisco bekannt, in einer neuen Finanzierungsrunde 250 Millionen Dollar bei Investoren eingesammelt zu haben – reichlich Kapital, um in den USA zu wachsen und auch international das GeschΓ€ft auszubauen.
Tempo, Tempo!
Obwohl Lyft mit Klagen und Vorschriften kÀmpft, ließen die Kalifornier sich geschÀftlich nicht bremsen. In nur 20 Monaten expandierte die Firma in 30 US-StÀdte und schaffte 240 ArbeitsplÀtze. Von Investoren bekam Lyft bisher insgesamt 333 Millionen Dollar, der geschÀtzte Wert des Unternehmens liegt bei 700 Millionen Dollar.
  Quelle: Lyft
Wettrennen um die Zukunft von Mitfahrgelegenheiten
Lyft hat geholfen, eine Revolution in im Massenverkehr auszulâsen, indem die Firma die Grundideen der «Sharing Economy» konsequent weitergeführt hat. Die Kalifornier beließen es nicht dabei, Preisstrukturen und Bezahlungsmechanismen grundlegend zu Àndern, sondern bieten Menschen auch eine ganz neue Art, von A nach B zu kommen. Das Prinzip des Privattaxis, bei dem Nicht-Profis sich gegenseitig Mitfahrgelegenheiten anbieten, lebt vom Gedanken des gesellschaftlichen Beisammenseins: Man sitzt in der Regel vorn beim Fahrer und plaudert übers Leben, statt auf der Rückbank für sich zu bleiben.

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Die EinstiegshΓΌrden in diesen neuen Markt sind vergleichsweise niedrig, zumindest in den USA, denn Vorschriften gibt es entweder gar nicht, oder sie stΓΌtzen die Ridesharing-Angebote eher, als es ihnen schwer zu machen. Der grΓΆsste Lyft-Konkurrent, Uber, kΓ€mpft derweil mit einer etwas anderen Strategie um Marktanteile: Uber konzentriert sich vorwiegend darauf, Β«Menschen ans Ziel zu bringenΒ» – sei es in schwarzen Limousinen, Hybrid-Autos oder Taxis. Der Community-Aspekt spielt eher eine Nebenrolle. Die Firma sammelte im vorigen Sommer 250 Millionen Dollar, um ihre Strategie umzusetzen, und auch international zu expandieren.
Quelle: CBInsights.com
StΓΌrmische Zeiten bringen neue Chancen
Doch UmbrΓΌche wie dieser gehen selten sanft und ruhig vonstatten. Lassen Sie sich also nicht von frΓΆhlichen rosa SchnurrbΓ€rten und schicken Limousinen tΓ€uschen: Die Zeichen in der Transportindustrie stehen auf Sturm, und alle sind davon betroffen – Taxi-Unternehmen ebenso wie der ΓΆffentliche Nahverkehr, Politiker – und selbst Autohersteller – mΓΌssen sich, ob sie wollen oder nicht, auf radikalen Wandel einstellen.
  Quelle: Rude Baguette
Am Ende führt wohl kein Weg daran vorbei, dass der Kunde Kânig ist. Sich dem Ridesharing-Trend anzuschließen mag für viele der beste Weg sein, neue GeschÀftsfelder zu erschließen oder überhaupt im GeschÀft zu bleiben.

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Ein Beispiel dafΓΌr ist Breeze: Die Jungfirma aus San Francisco verleiht Hybrid-Wagen an Menschen, die gern als Fahrer fΓΌr Ridesharing-Dienste arbeiten mΓΆchten, aber selbst kein Auto besitzen. Das Startup, frisch ins Rennen gegangen, hat bisher nichts ΓΌber seine nΓ€chsten Schritte verraten, doch auch Breeze scheint bereit, weitere StΓ€dte zu erobern.
* Christian Simm ist GrΓΌnder und CEO von swissnex San Francisco. Mitarbeit: Melanie Picard & Karsten Lemm.

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