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CS-Kapitalaufbau: Grob gerechnet ein teures Zögern

Hätte, hätte, wäre: Das wird sich die CS in den letzten Wochen bezüglich ihrer Kapitalerhöhung öfters gesagt haben. Eine Schätzung zeigt, wie viel das zögerliche Handeln wohl kosten wird.

Dirk Schütz

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Tidjane Thiam und Urs Rohner: Die CS-Spitze ruft Aktionäre erneut zusammen.Keystone RMS

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Am Donnerstag kommt es zum Déjà-vu: Die CS bittet zur Generalversammlung – nicht einmal drei Wochen nach der letzten. Weil sie den Entscheid über ihre Kapitalerhöhung so lange hinauszögerte, verstrich die Frist, um das Geschäft noch am 28. April abzuwickeln.
Dazu eine sehr grobe Rechnung: Hätten die Banklenker Tidjane Thiam und Urs Rohner bei ihrer letzten Kapitalerhöhung Ende 2015 die zusätzlich benötigen 4 Milliarden Franken aufgenommen, hätten sie bei einem Kurs von 25 Franken etwa 160 Millionen Aktien ausgeben müssen. Jetzt brauchen sie für die gleiche Summe bei einem Kurs von 15 Franken mindestens 260 Millionen neue Aktien. Da zudem die Alt-Aktionäre die neuen Papiere für nur 10.80 Franken beziehen können, werden sogar bis zu 400 Millionen Aktien ausgegeben – eine happige Verwässerung.

Bedeutender Abfluss

Besonders neckisch: Auch die neuen Aktien wollen mit einer schönen Dividende versorgt werden. Der Abfluss wird nach Analystenschätzungen auf etwa 1,5 Milliarden Franken pro Jahr steigen. Motto: Was oben hereinkommt, fliesst unten wieder heraus. Ein Kapitalaufbau der speziellen Sorte: Lange verzögert und schnell verdampft.
Dieser Text ist ein Auszug aus dem BILANZ-Briefing von Chefredaktor Dirk Schütz – dem wöchentlichen Blick auf die Köpfe der Wirtschaft aus unserer exklusiven Insider-Perspektive. Abonnieren Sie hier Ihr wöchentliches Briefing.

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Das Credit Suisse Gebäude
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Januar 2017: Laut Finma ist die Credit Suisse Schweiz zu eng an die Muttergesellschaft angebunden. Von den sieben Verwaltungsräten stehen fünf auch in Diensten der Muttergesellschaft.
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