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Musikdosen: Klingendes Design

Die Westschweizer Firma Reuge stellt Musikdosen her, die als Designobjekte begehrt sind.

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Musikdosen – gibt es die noch? Ja, doch mit den altmodischen Mitbringseln aus Souvenirläden haben die neuen Produkte von Reuge nichts zu tun. Der weltweite Branchenleader, der seit 1865 in Sainte-Croix VD beheimatet ist, stellt neuerdings Musikdosen als Designobjekte her. Zum Beispiel eine Spieldose namens Winch, die sich in ihrem Mahagonigehäuse von der Ästhetik eines Segelschiffs inspirieren lässt, oder die Arche, die unter einem elegant gewölbten Glasdach steckt.

Das Prinzip der mechanischen Musik ist seit dem 14. Jahrhundert das gleiche: Ein mit Stiften bestückter Zylinder trifft in ausgeklügelter Weise auf Hebel, die mit Hämmern verbunden sind. Auch an der Mechanik der singenden Vögel, bei der das Gezwitscher mit Hilfe eines Blasbalgs und einer Kolbenflöte imitiert wird, wurde seit 150 Jahren nicht mehr verändert. Bloss der äussere Auftritt der Objekte ist von Reuge der Zeit angepasst worden. Die in wertvollen Materialien hergestellten und exklusiv verarbeiteten Musikdosen, Musiktaschenuhren, Singvogel-Wecker und -Dosen sind als Geschenk- und Sammlerobjekte absolute Renner.

Aldo Magada, Ex-Ebel- und Ex-Gucci-Mann, ist neuer CEO von Reuge und hat einiges vor mit dem Unternehmen, das mit 75 Mitarbeitern der grösste Arbeitgeber in der Region ist. Er ist dabei, das Reuge-Verkaufspunktenetz von weltweit 3000 auf 800 zu reduzieren und damit durch erhöhte Exklusivität aufzuwerten. In der Schweiz kann er mit Bucherer und Les Ambassadeurs unter anderen zwei renommierte Adressen vorweisen. Die wichtigsten Märkte sind neben der Schweiz Japan und die Tiger-Staaten, die USA, Russland sowie Frankreich, Deutschland und Italien. Die Kollektion umfasst Objekte zu Preisen zwischen rund 700 und 15 000 Franken; dazu kommen Spezialanfertigungen – Preise gegen oben offen. JBM

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