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Karrierre: Magdalena Martullo

Wie Magdalena Martullo zur Unternehmerin wurde.

Von Stefan Lüscher
05.06.2009

Magdalena Martullo-Blocher wurde im August 1969 als erstes Kind des Unternehmers und SVP-Politikers Christoph Blocher und seiner Frau Silvia geboren. Sie studierte an der Hochschule St.  Gallen Ökonomie. Die ersten Erfahrungen im Berufs­leben holte sie sich von 1994 bis 1996 als Product Manager beim US-Pharma- und Medizinaltechnikkonzern Johnson & Johnson in Spreitenbach. Die nächsten vier Jahre arbeitete Martullo-Blocher für die Schweizer Getränkefirma Rivella als Marketingleiterin; dabei war sie auch an der Lancierung von «Rivella grün» beteiligt.

Anfang 2001 holte sie ihr Vater in die Geschäftsleitung der von ihm kontrollierten Ems-Chemie. Im August trat sie in den Verwaltungsrat ein. Als Christoph Blocher Ende 2003 in den Bundesrat gewählt wurde, stellte er alle seine Ämter in der Privatwirtschaft zur Verfügung. So machte er seine – damals hochschwangere – ­älteste Tocher zu seiner Nachfolgerin: Magdalena Martullo-Blocher übernahm Anfang 2004 die Leitung der Ems-Chemie. Sie und ihre drei Geschwister Markus (38), Miriam (34) und Rahel (32) Blocher, mussten vom Vater seine Beteiligung von gegen 60 Prozent an der Ems-Chemie käuflich erwerben und sich damit bei den Banken entsprechend schwer verschulden. Markus Blocher hat seinen Anteil versilbert respektive eingetauscht für die einstige Ems-Chemie-Tochter Dottikon ES; er hält zwei Drittel der Aktien, die an der Börse kotiert sind. Miriam stiess ebenfalls einen Teil ihrer Ems-Valoren ab und erwarb den Süsswarenhersteller Läckerli Huus.

Magdalena Martullo-Blocher ist verheiratet mit Roberto Martullo (47), sie haben drei Kinder. Der gelernte Elektronikmechaniker betätigt sich gegenwärtig im Geschäft mit Personalberatung und Software. Nach mehreren Anläufen gelang es dem gebürtigen Italiener vor einem Jahr, Schweizer zu werden.

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