Im vergangenen Geschäftsjahr hat die Berner Warenhausgruppe Loeb ihren Betriebsgewinn vor Steuern (Ebit) von 3,6 Millionen auf 5,6 Millionen Franken gesteigert. Der Umsatz betrug 96,3 Millionen Franken. 2009 waren es 109,4 Millionen Franken gewesen.

Den Inhabern der Partizipationsscheine soll insgesamt je Titel eine Dividende von 4.00 Franken je Titel ausgeschüttet werden, im Vorjahr waren es noch 3.40 Franken.

Eigenkapitalanteil auf „komfortabler Höhe“

Die Bilanz sei von der Erhöhung des Immobilienbestandes um zehn Millionen Franken geprägt gewesen, so Loeb. Der Konzern hat zwei Liegenschaften erworben. Der Eigenkapitalanteil liege mit 68,4 Prozent nach 69,2 Prozent im Vorjahr weiter auf einer "komfortablen Höhe".

Bei den Warenhäusern habe Bern höhere Umsätze sowohl in den Textil- wie in den Hartwarenbereichen erzielt. Das Weihnachtsgeschäft sei sehr positiv gewesen. In den Filialen in Biel und Thun wurden im Sommer und Herbst umfangreiche Umbauarbeiten getätigt. Die Verkaufsflächen der Untergeschosse habe die Firma Dosenbach-Ochsner vollständig übernommen.

Derweil sei 2010 für die Musikinstrumentenbranche und somit auch für das Musikhaus Krompholz erneut ein schwieriges Jahr gewesen. Zudem sei die Entwicklung durch den Wegzug der Untermieterin Orell Füssli Buchhandlung geprägt gewesen. Krompholz wies entsprechend insgesamt einen Umsatzrückgang auf. In den kommenden Monaten seien umfangreiche Umbaumassnahmen geplant, so dass zwei unabhängige Ladengeschäfte entstünden. Neuer Mieter werde ab September das Bekleidungsunternehmen Companys sein.

Neue Gruppenstruktur

Zudem gibt sich Loeb eine neue Gruppenstruktur. Per Bilanzstichtag wurden die beiden Immobiliengesellschaften Imlo und Warlo von der Loeb AG auf die Loeb Holding übertragen. Damit setze sich die Loeb-Gruppe künftig aus zwei Sparten - der Detailhandelssparte und der Immobiliensparte - zusammen. Zudem soll der Verwaltungsrat um ein Mitglied erweitert werden.

Loeb strebt den Angaben zufolge an, neben den selbst genutzten Immobilien auch an Dritte vermietete Liegenschaften ins Portfolio aufzunehmen. Der Bestand an Renditeliegenschaften soll "sorgfältig aber kontinuierlich" erhöht werden, heisst es dazu.

(laf/tno/sda/awp)

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