Guten Tag,
Eines der teuersten Pflaster der Welt: der Londoner Stadtteil Mayfair. Nirgendwo in Europa wird mit Hedge Funds so viel Geld verdient. Ihre Manager β als Heuschrecken verschrien β sind besser als ihr Ruf.
Albert Steck
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Im Herzen des Londoner West End liegt Berkeley Square, ein schmucker Platz, umrahmt von mΓ€chtigen, 200 Jahre alten Platanen. Hier betreibt Rolls-Royce einen Showroom. Alle ausgestellten Modelle, das billigste kostet 580 000 Franken, sind bereits verkauft. Β«Die Nachfrage bricht alle RekordeΒ», frohlockt der Filialleiter. Im Nachbarhaus stellt Bentley ihre Luxuskarossen aus, vis-Γ -vis hat Porsche zwei Stockwerke besetzt.
Nirgends leben so viele MilliardΓ€re wie in London: 44 sind es, New York kommt auf 34. Wie ein Magnet zieht die Themsestadt Reiche aus allen Erdteilen an. Im Zentrum dieses gigantischen Booms steht das Viertel rund um Berkeley Square. Die BΓΌromieten in den Bezirken Mayfair und St Jamesβs sind mit Abstand die teuersten der Welt. Der Quadratmeterpreis liegt ein Drittel hΓΆher als in der Innenstadt von Tokio. Seit 2000 haben sich die Immobilienpreise glatt verdoppelt (siehe Β«Ein Eldorado fΓΌr BankerΒ» auf Seite 60).
Die dezenten Messingtafeln an den HauseingΓ€ngen geben Aufschluss ΓΌber die Mieterschaft, die sich die horrenden Preise leisten kann: Namen wie Charlemagne Capital oder Lansdowne Partners stehen da geschrieben. Insgesamt 700 Hedge Funds β manche davon ΓΌber zehn Milliarden Dollar schwer β haben sich in der Gegend eingenistet. Der Zustrom an Geldern ist gewaltig: In nur drei Jahren sind die verwalteten VermΓΆgen der Londoner Hedge Funds von 56 auf 256 Milliarden Dollar explodiert, das restliche Europa kommt auf magere 69 Milliarden (siehe untenstehende Grafik Β«GoldgrΓ€ber-ZeitenΒ»).
Einer, der diese Hausse hautnah miterlebt, ist der junge Schweizer Roger BΓΌhler. Seit 2003 arbeitet er als Investment Director bei Laxey Partners, einem mittelgrossen Hedge Fund mit etwa 20 Mitarbeitern und einem Anlagevolumen zwischen einer und zwei Milliarden Dollar, genauere Zahlen will BΓΌhler nicht nennen. Der Fonds residiert an der noblen Jermyn Street in einem SandsteingebΓ€ude namens Princes House; eingeweiht wurde es im Jahr 1883 vom Prinzen von Wales. Gleich daneben befindet sich das Warenhaus Fortnum & Mason, das seit Generationen den kΓΆniglichen Hof beliefert.
Β«Jetzt bin ich schon um einiges lΓ€nger hier, als ich ursprΓΌnglich gedacht habeΒ», schmunzelt BΓΌhler. Der 34-jΓ€hrige Basler wirkt fΓΌr sein Alter erstaunlich abgeklΓ€rt. Seine Worte wΓ€gt er sorgfΓ€ltig ab. Es ist das erste Mal, dass BΓΌhler einen Journalisten in seinem BΓΌro empfΓ€ngt β Hedge Funds haben es gerne diskret.
Doch seit die Branche das Etikett der hΓ€sslichen Heuschrecke trΓ€gt, ist es vorbei mit der Ruhe. Als Vorzeigebeispiel dient den Kritikern der Hedge Fund TCI, dessen Quartier in einem Backsteinhaus ein paar Strassen weiter liegt. TCI kaufte Aktien der Deutschen BΓΆrse und zwang das FΓΌhrungsduo Werner Seifert und Rolf-E. Breuer zum RΓΌcktritt. Seifert, gebΓΌrtig aus Winterthur, hat darauf ein Buch geschrieben, das den plakativen Titel Β«Invasion der HeuschreckenΒ» trΓ€gt.
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Die Metapher des gefrΓ€ssigen Insekts hat der deutsche SPD-Politiker Franz MΓΌntefering eingefΓΌhrt. Γber Finanzinvestoren wie Hedge Funds oder Private-Equity-Firmen sagte er den viel zitierten Satz: Β«Sie bleiben anonym, haben kein Gesicht, fallen wie HeuschreckenschwΓ€rme ΓΌber Unternehmen her, grasen sie ab und ziehen weiter.Β»
Erstmals nun hat ein Londoner Hedge Fund einen Schweizer Konzern ins Visier genommen. Die traditionsreiche Firma Saurer steht zu 25 Prozent im Besitz von Laxey Partners. Β«Saurer ist eine tolle Firma, aber die Aktie ist deutlich unterbewertetΒ», begrΓΌndet Roger BΓΌhler das 300 Millionen Franken teure Investment.
An der Generalversammlung vom 11. Mai in Arbon haben die Saurer-Spitze und der neue GrossaktionΓ€r erstmals die Klingen gekreuzt. Schon im Vorfeld sprach CEO Heinrich Fischer von einem Streit, der weit ΓΌber Saurer hinausgehe: Β«Wir befinden uns heute in einem Kampf der Ideen ΓΌber das Funktionieren des Kapitalismus.Β» Es existiere eine Spaltung zwischen dem Kapitalmarkt und dem Willen der Unternehmung, nachhaltig zu wachsen, so Fischer. Profitgier gegen Unternehmertum: Das verkauft sich gut. Β«Heuschrecken im AnflugΒ», titelte die Zeitung Β«BlickΒ» am Tag der GV.
Der Showdown im gerammelt vollen Saal war an Dramatik kaum zu ΓΌberbieten. Vorne auf dem Podium fuhr CEO Fischer schweres GeschΓΌtz auf gegen Roger BΓΌhler und Preston Rabl, den PrΓ€sidenten von Laxey Partners, die auf PlΓ€tzen ganz zuhinterst sassen. Β«Entweder naiv oder unredlichΒ» seien die Laxey-Leute, rief Fischer ins Publikum. Deren Argumente kanzelte er als Β«Trudi-Gerster-MΓ€rchenΒ» ab. WΓΌrde Rabl in den Verwaltungsrat gewΓ€hlt, so wetterte der Saurer-Chef, kΓ€me es zu einer Β«mentalen VerwΓ€sserungΒ» des Gremiums. Doch die Brandrede verfehlte ihr Ziel, Rabl wurde mit 50,97 Prozent der Stimmen gewΓ€hlt. Β«Saurer: Heuschrecken nehmen PlatzΒ», lautete die Β«BlickΒ»-Schlagzeile tags darauf.
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Wie lebt es sich mit dem Image einer Heuschrecke? Roger BΓΌhler blickt stoisch durch die breite Fensterfront seines BΓΌros, die Frage scheint ihn nicht zu provozieren. Β«Es wurde zwar einiges RufschΓ€digendes und Falsches ΓΌber uns geschriebenΒ», gibt er zu, um kΓΌhl anzufΓΌgen: Β«Doch wer es glauben will, soll es glauben.Β» Kann es BΓΌhler gleichgΓΌltig sein, wenn Hedge-Fund-Manager wie er als geldgierige Finanzhaie dargestellt werden? Die Zeitung Β«Finanz und WirtschaftΒ» schrieb gar, der Fall Saurer zeige die Β«hΓ€ssliche Fratze der SpekulationΒ».
BΓΌhler nimmt einen Schluck aus der Cola-Dose. Dann sagt er: Β«Wenn eine Aktie tief bewertet ist und wir kΓ€mpfen gegen diese Unterbewertung an, profitieren sΓ€mtliche AktionΓ€re davon.Β» Seine Worte werden nun lauter, die demonstrative Gelassenheit hat er abgelegt. An der ganzen Polemik befremde ihn die Behauptung, Laxey Partners agiere kurzfristig und kΓΌmmere sich nicht um den langfristigen Erfolg einer Unternehmung. Β«Wenn wir eine so grosse Position aufbauen wie im Fall Saurer, kΓΆnnen alle anderen AktionΓ€re ihre Titel vor uns verkaufen β warum also sollten wir nicht fΓΌr eine nachhaltige Wertsteigerung einstehen?Β»
Trotz den lautstark inszenierten Angriffen gegen Hedge Funds hat die Branche auch prominente FΓΌrsprecher, wie Philipp Hildebrand, Direktoriumsmitglied der Schweizerischen Nationalbank, der frΓΌher beim Hedge Fund Moore Capital wirkte. In einer bemerkenswerten Rede Ende MΓ€rz vor dem Anlagefondsverband in Bern beschrieb Hildebrand einen radikalen Strukturwandel in der VermΓΆgensverwaltung. Weil die Performance der meisten herkΓΆmmlichen Aktienfonds hinter dem BΓΆrsenindex zurΓΌckliegt, sei deren Bedeutung stark am Schrumpfen.
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Davon profitierten einerseits passiv gemanagte Indexanlagen, die mit tiefen GebΓΌhren arbeiten. Auf der andern Seite erwartet Hildebrand einen weiteren Boom der Hedge Funds, deren Wachstum er als Β«erfreuliche EntwicklungΒ» bezeichnete.
Im Gegensatz zu den traditionellen Anlagefonds, die strengen Normen unterstehen, sind Hedge Funds in der Wahl ihrer Strategien weitgehend frei. Sie dΓΌrfen auch Fremdkapital aufnehmen oder mittels Short Selling auf sinkende Kurse setzen, je nach Profil, das von sehr konservativ bis hochriskant reichen kann.
Laxey Partners investiert vornehmlich in tief bewertete Aktien. Die Beteiligungen werden mit Aktien-Shorts und Futures dynamisch abgesichert. Die Rendite lΓ€sst sich sehen: Seit seiner Lancierung im Sommer 2000 hat der Value Catalyst Fund um 80 Prozent zugelegt, wΓ€hrend die BΓΆrse kaum Gewinne erzielt hat (siehe obenstehende Grafik Β«Solider ErfolgsausweisΒ»).
Zu den weiteren Anlagevehikeln nennt Laxey keine Zahlen, denn zur Kundschaft gehΓΆren nur Grossinvestoren. Dass ein Hedge Fund ganz anders funktioniert als ein Publikumsfonds, zeigt auch Roger BΓΌhlers Arbeitsalltag. Seine betreuten Investments beschrΓ€nken sich auf etwa zehn Kernbeteiligungen. Wenn Laxey jedoch einsteigt, dann als GrossaktionΓ€r. Deshalb werden die Firmen auf Herz und Nieren geprΓΌft. Bei Saurer etwa hat BΓΌhler die Spartenleiter in der Schweiz, Deutschland, Italien, den USA und China getroffen sowie mit vielen Branchenexperten diskutiert, zum Beispiel an der Textilmaschinenmesse in Singapur. Rund die HΓ€lfte der Zeit ist er auf Reisen.
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Laxey Partners ist ein so genannter Β«Activist InvestorΒ» β ein AktionΓ€r, der aktiv auf die Strategie der Firmen einwirkt. Β«Wir attackieren solche Leute aggressiv, die mit dem Geld der AktionΓ€re schlecht umgehenΒ», lautet die Losung des 42-jΓ€hrigen Laxey-GrΓΌnders Colin Kingsnorth.
Als Beispiel nennt BΓΌhler die schwedische Firma Pergo. Wegen Missmanagements stΓΌrzte der Aktienkurs der fΓΌhrenden Herstellerin von LaminatbΓΆden ab. Mitte 2003 stieg Laxey bei Kursen um zehn Kronen ein und stockte das Paket auf insgesamt 20 Prozent auf. Die Firmenleitung wurde zum RΓΌcktritt gezwungen, BΓΌhler nahm Einsitz im Verwaltungsrat. Heute steht der BΓΆrsenkurs bei rund 50 Kronen, und die Gesellschaft weist so gute Zahlen aus wie nie zuvor.
Seit Ende Juni sitzt BΓΌhler ebenso im Verwaltungsrat von Swissmetall, die kΓΌrzlich von einem Streik betroffen war. Auch hier besitzt Laxey ein FΓΌnftel der Aktien.
Solche Activist Investors gab es bereits frΓΌher, auch bei uns. Financier Martin Ebner hat als einer der Ersten aktiv Einfluss genommen, etwa bei seinem Angriff auf die Bankgesellschaft. GeΓ€ndert hat sich indes, dass heute internationale Investoren auftreten, wie die als Heuschrecken gebrandmarkten Hedge Funds aus London.
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Pikanterweise gehΓΆrt Saurer-PrΓ€sident Giorgio Behr, der sich nun vehement gegen Laxey stellt, selber zu einer Investorengruppe, die sich aktiv einmischt. 1993 grΓΌndete er mit Ernst MΓΌller-MΓΆhl und Martin Bisang, beide waren ZΓΆglinge von Martin Ebner, die Bank am Bellevue (siehe BILANZ 17/2005: Β«Giorgio, der KΓ€mpferΒ»). Γber ihre Gesellschaft BB Industrie kauften sie 30 Prozent der Saurer-Aktien. Geplant war, die Firma mit der Winterthurer Konkurrentin Rieter zu verheiraten.
Doch es kam anders: Weil das Saurer-Paket stΓ€ndig an Wert verlor, zog Behr die Notbremse. Im Juni 1995 nahm er Einsitz im Verwaltungsrat. Als CEO holte er Sanierer Ernst Thomke, ebenfalls ein Bellevue-MitbegrΓΌnder, der nebenbei noch den kriselnden Schuhkonzern Bally fΓΌhrte.
Ausgerechnet Giorgio Behrs WeggefΓ€hrte Ernst MΓΌller-MΓΆhl war es auch, der den jungen Roger BΓΌhler im Jahr 2000 in die Welt des Β«Shareholder ActivismΒ» einfΓΌhrte. Seine neu gegrΓΌndete A&A Actienbank fΓΌhrte damals einen erbitterten Kampf gegen den Verwaltungsrat der Berner Ascom. Wenig spΓ€ter starb MΓΌller-MΓΆhl bei einem Flugzeugabsturz.
Heute sieht sich Behr, der aufmΓΌpfige AktionΓ€r von frΓΌher, plΓΆtzlich selbst in der Defensive. Sein Vertrauter, CEO Heinrich Fischer, nutzte die GV zu einem Rundumschlag gegen die gesamte Gilde der Finanzinvestoren. SΓΌffisant bemerkte er, selbst Martin Ebner sei inzwischen aus Schaden klug geworden. Dass die von Behr mitgegrΓΌndete Bank am Bellevue im Kern eine Kopie von Ebners BZ Bank darstellt, fand dabei keine ErwΓ€hnung.
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Der Investor aus Freienbach sass nicht im Publikum, obwohl seine BZ Bank ΓΌber fΓΌnf Prozent der Saurer-Aktien hielt. Anwesend war dafΓΌr Markus Blocher, der Chef der Chemiefirma Dottikon ES, der Ebner eng verbunden ist β dessen Frau Rosmarie ist seine Gotte. Kurz entschlossen ergriff der Bundesratssohn an der GV das Wort und tadelte die Saurer-Spitze fΓΌr ihren Auftritt. Blochers Aktienpaket gab wohl den Ausschlag fΓΌr die Wahl des Laxey-PrΓ€sidenten in den Verwaltungsrat.
Was hat Martin Ebner zu seinem Saurer-Engagement bewogen? Eine unverΓΆffentlichte interne Studie seiner Bank vom 7. MΓ€rz liefert eine brisante ErklΓ€rung. Nach Meinung des Financiers mΓΌsste die Saurer-Aktie massiv hΓΆher bewertet sein. Β«Der Grund fΓΌr die Unterbewertung gegenΓΌber den Konkurrenten kΓΆnnte die Konglomerats-Strategie mit zwei GeschΓ€ftsfeldern seinΒ», heisst es in dem Papier (siehe Β«ZΓΌndstoff aus dem Hause EbnerΒ» oben).
Konkret bedeutet das: Saurer mΓΌsste zerlegt werden, in die beiden Sparten Textilmaschinen und Antriebstechnologie. So kΓΆnnte der Wert der Aktie gemΓ€ss BZ Bank bis auf 167 Franken steigen. Das entspricht einem stolzen Gewinnpotenzial von 71 Prozent (gerechnet zu den Kursen, als die Studie erschien). Auch die von GrossaktionΓ€r Laxey postulierte Β«StrategieΓΌberprΓΌfungΒ» dΓΌrfte letztlich auf eine Aufspaltung von Saurer abzielen.
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FΓΌr den Basler Finanzmarktprofessor Heinz Zimmermann kommt diese Forderung nicht ΓΌberraschend. Β«Zahlreiche Studien belegen, dass breit diversifizierte Unternehmen an der BΓΆrse tiefer bewertet sind.Β» Zimmermann verweist auf eine Untersuchung aus seinem eigenen Institut bei 159 kotierten Schweizer Firmen. Demnach betrΓ€gt der durchschnittliche Bewertungsabschlag bei einem Unternehmen wie Saurer 20 Prozent.
VR-PrΓ€sident Giorgio Behr allerdings ist ein vehementer Gegner einer Aufspaltung. In der Β«NZZΒ» sprach er gar von einer Β«FokussierungsmanieΒ», die gegenwΓ€rtig herrsche. Stattdessen hat er fΓΌr Saurer die Vision einer europΓ€ischen General Electric skizziert. Dabei wirft Behr sein gesamtes Prestige in die Waagschale, als Honorarprofessor der UniversitΓ€t St. Gallen und Inhaber einer erfolgreichen Firma mit tausend Mitarbeitern.
Kampflos wird Giorgio Behr, der fΓΌr seine Beharrlichkeit bekannt ist, seine Γberzeugungen nicht preisgeben. Das hat sein Auftritt an der GV gezeigt, als er sich fΓΌr einen VR-PrΓ€sidenten unΓΌblich weit aus dem Fenster lehnte: Um den AktionΓ€ren die Strategie mit zwei GeschΓ€ftssΓ€ulen schmackhaft zu machen, nannte er ein ambitiΓΆses Kursziel fΓΌr die Saurer-
Aktie von 130 bis 150 Franken auf mittlere Frist β derzeit notiert die Aktie bei rund 90 Franken.
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Nicht nur Saurer ist im Branchenvergleich gΓΌnstig bewertet. Eine Reihe weiterer Schweizer Industrieperlen steht auf dem Radar der finanzkrΓ€ftigen Londoner Hedge Funds. Auch andere Firmenlenker sollten sich somit gegen einen Angriff der Β«HeuschreckenΒ» wappnen. Die Wattwiler Firma Gurit-Heberlein hat schon reagiert, bevor ein Hedge Fund eingestiegen ist, und ihre beiden Divisionen in die UnabhΓ€ngigkeit entlassen. Die BΓΆrse quittierte den Schritt mit einem Kursgewinn von 20 Prozent an einem Tag.
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