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Kaum hat Google sein neues Bezahlsystem "Google Wallet" vorgestellt, flattert auch schon die erste Klage ins Haus. Paypal erhebt schwere Vorwürfe gegen die Macher des Handy-Portemonnaies.
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Einen Tag nachdem Google sein neues Bezahlsystem "Google Wallet" bekannt gemacht hat, wirft Paypal den Machern der E-Geldbörse Geheimnisverrat vor. Die Ebay-Tochter PayPal, die ebenfalls an einem mobilen Bezahldienst arbeitet, geht gerichtlich gegen zwei ehemalige Mitarbeiter vor, die jetzt eine zentrale Rollen bei Googles Handy-Portemonnaie spielen.
Der Bezahldienst PayPal wirft Osama Bedier, der die Technologie an Handelsunternehmen vermarktet, Geheimnisverrat vor. Die zuständige Google-Managerin Stephanie Tilenius soll demnach geholfen haben, Bedier abzuwerben, obwohl ihr das vertraglich untersagt gewesen sei.
In der Klage heisst es: "Bedier und Google haben sich widerrechtlich PayPals Geschäftsgeheimnisse angeeignet, indem sie sie innerhalb von Google und mit grossen Handelsunternehmen geteilt haben". Bedier wechselte im Januar zu Google, Tilenius bereits 2009, wie unter anderem die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtete.
Dem Schritt von Google wird Signalwirkung beigemessen. Seit Jahren wird über das Handy-Bezahlen gesprochen, aber getan hatte sich bisher nicht viel. Noch immer dominieren Bargeld oder Bank- und Kreditkarten. Da Googles Android inzwischen das Smartphone- Betriebssystem mit dem grössten Marktanteil ist, wird dem Internetkonzern eine starke Position in dem entstehenden Markt vorhergesagt. Die PayPal-Klage zeigt zugleich, wie hart der Konkurrenzkampf wird.
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