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Europas Konzerne lassen US-Konkurrenz hinter sich

USA und Europa: Bei den Konzernen hat die alte Welt zurzeit die Nase vorn. (Bild: Keystone)

Die börsennotierten europäischen Unternehmen sind einer Analyse zufolge profitabler als ihre Wettbewerber in den USA. Sie verbuchen einen nie dagewesenen Zuwachs bei den Nettogewinnen.

Veröffentlicht 09.06.2011

Die 500 grössten börsennotierten Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen Europas haben ihre Nettoumsatzrendite im abgelaufenen Geschäftsjahr von 4,8 auf 7,3 Prozent gesteigert. Das geht aus einer Rangliste des deutschen «Handelsblatts» hervor. Bei den US-Konzernen stieg die Marge demnach lediglich von 6,1 auf 7,2 Prozent.

Gross sind dabei auch die länderspezifischen Unterschiede innerhalb Europas bei der  Durchschnittsmarge: Deutsche Firmen erreichten 4,7 Prozent, britischen Unternehmen 7,8 Prozent, spanische Firmen 9,4 Prozent, Schweizer 14,1 Prozent und russische Unternehmen gar 15,4 Prozent.

Die Nettoumsatzrendite zeigt an, wie viel vom Umsatz nach Abzug aller Kosten und Steuern als Gewinn bleibt. Nur im Jahr 2007, als die US-Wirtschaft sich bereits abschwächte, während Europa noch boomte, war Amerika schon einmal schwächer.

Insgesamt steigerten die 500 grössten europäischen Unternehmen laut der Auswertung ihre Nettogewinne um durchschnittlich 74 Prozent auf 501 Milliarden Euro. Solch einen grossen Zuwachs habe es nie zuvor gegeben, heisst es in dem Bericht. Damit seien die Konzerne nur noch sieben Prozent vom Ergebnis des Rekordjahres 2007 entfernt.

Unter den 100 umsatzstärksten, börsennotierten Industrie-, Handels- und Dienstleistungsnternehmen Europas 2010 figurierten auch sechs Unternehmen aus der Schweiz: 11. Nestlé (32,7 Prozent Umsatzrendite), 36. Novartis (19,3 Prozent ), 40. Roche (18,3 Prozent ), 63. ABB (8,1 Prozent ), 84. Addecco (2,3 Prozent ), 99. Holcim (5,5 Prozent ).

(tno/rcv/awp)

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