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Zwischenbilanz der Wintersaison

Die Sonne füllt die Kassen der Skigebiete

Unten grau, oben blau: Die Flucht aus dem Nebel beschert vielen Wintersport-Destinationen volle Pisten und Betten und blendende Umsätze.

Ueli Kneubuehler Rinigier

<p>Der Gemsstock ob Andermatt, seit Mitte ­November geöffnet, schneesicher und seit ­Januar auch sonnig: Auf fast 3000 Metern kurven vor allem geübte Wintersportler und Freerider.</p>

Der Gemsstock ob Andermatt, seit Mitte November geöffnet, schneesicher und seit Januar auch sonnig: Auf fast 3000 Metern kurven vor allem geübte Wintersportler und Freerider.

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Sonne im Gesicht, besser geht es nicht, besagt ein besonders launiger Ausruf, der für die bisherige Wintersaison ganz gut zutrifft. Die zeitweilig zähe Nebeldecke hat die Menschen in die Höhe getrieben. Und viele Destinationen haben die Pisten seit Ende November offen. Noch stehen die wichtigen Sportferien an, die in den meisten Kantonen demnächst beginnen. Doch die bisherige Saison hat sich an den meisten Orten gut angelassen – trotz Niederschlagsmangel im Dezember und Januar.

Bester Saisonstart in der Geschichte der Skiregion Jungfrau, schallt es von Eiger, Mönch und Jungfrau. Bis Ende Dezember lagen die Ersteintritte fast zwölf Prozent über Vorjahr. Auch 90 Kilometer westlich in Gstaad läuft es rund. «Die Ersteintritte im Dezember lagen deutlich über dem Vorjahres-Dezember», sagt Matthias In-Albon, CEO der Bergbahnen Destination Gstaad. Während der Festtage lagen die Ersteintritte elf Prozent höher, und auch «der Umsatz konnte gesteigert werden», so In-Albon. Seine Prognose für die Gesamtsaison: signifikant höhere Besucherzahlen, «besonders dank zusätzlicher Nachfrage durch den Magic Pass in den Randzeiten». Der Magic Pass ist ein Abo-Verbund mit rund 100 Destinationen von Gstaad über Les Diablerets bis Melchsee-Frutt.

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Die Skiregion Jungfrau legte den besten Saisonstart der Geschichte hin.

Vom Berner Oberland in die Zentralschweiz und die Surselva: Obwohl die Sonnenhänge in Andermatt-Sedrun lange Zeit mehr an den Frühling erinnerten, zeige sich die Wintersaison positiv, sagt Miriam Eicher von Andermatt-Urserntal Tourismus. Während der Feiertage war die Hotelauslastung um vier bis fünf Prozent höher als im Vorjahr. Alleine das Nobelhotel Chedi, Leuchtturm des Tourismusprojekts von Samih Sawiris, hat im Dezember dem Vernehmen nach ein Umsatzplus im hohen sechsstelligen Frankenbereich erzielt. Das schlägt sich auch auf der Piste nieder. Man verzeichne im bisherigen Saisonverlauf im Vergleich mit den Vorjahren ein leichtes Wachstum, so Raphael Medici, Marketingchef bei Andermatt-Sedrun Sport.

Etwas anders sieht es im St. Galler Skigebiet Flumserberg aus. Zwar hat man zehn Prozent mehr Saisonkarten verkauft. Doch die Besucher- und Umsatzzahlen des aussergewöhnlich starken Winters 2024/25 erreiche man aktuell nicht, sagt Peter Staub, CEO der Bergbahnen. Im Fünf-Jahres-Schnitt weisen die Bahnen aber ein leichtes Plus aus. Identisches Bild in Hoch-Ybrig in Sachen Besucherzahlen und Umsatz. Zum «Jahrhundertwinter des Vorjahres, der alle Rekorde brach», sei man zwölf Prozent im Minus, heisst es auf Anfrage. Einen Rekord gab es hingegen bei den verkauften Saisonkarten. Die Aussichten sind positiv: Man erwarte eine überdurchschnittliche Wintersaison.

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