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Deutsche meiden Schweizer Hotels

Die Schweizer Hotellerie muss im ersten Halbjahr ein Minus bei den Logiernächten hinnehmen. Deutlich brach die Nachfrage aus Europa ein - besonders aus Deutschland.

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Hotel in Verbier: Die Bergregionen sind vom Rückgang besonders betroffen. (Bild: Keystone) RMS

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Von den durch die Frankenstärke bedingten Rückgängen waren laut Hotelleriesuisse vor allem die Bergregionen betroffen (-6,4 Prozent). In den grossen Städten (+0,5 Prozent) wurde das Wachstum durch den Spardruck der Firmen abgeschwächt. Bei den Sternekategorien gab es im ersten Halbjahr 2012 keine Gewinner. Mit einem Minus von 5,4 Prozent wiesen die 3-Sterne-Betriebe den grössten Verlust aus, gefolgt von den 4-Sterne-Betrieben mit einem Minus von 4,8 Prozent.
Am glimpflichsten davongekommen sind die 5-Sterne-Betriebe mit einem Minus von 0,7 Prozent. «Sorgen bereitet uns vor allem der massive Preisdruck, dem die Betriebe ausgesetzt sind», sagte Juen. Dieser führe teilweise zu Preisen, die weit unter der Grenze der entsprechenden Hotelkategorie lägen. «Damit verschlechtert sich zum einen die Ertragslage, zum anderen wird der Referenzpreis auf ein Niveau gesetzt, das nur schwer zu korrigieren sein wird.»
Mit einem Rückgang der Logiernächte in den Monaten Mai und Juni um 2,9 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode verlief der Start in die Sommersaison schwach. Die Anzahl Übernachtungen aus dem Ausland gingen um 3,6 Prozent zurück. Bei den inländischen Gästen (-1,8 Prozent) dürfte auch das wechselhafte Wetter zum Rückgang beigetragen haben, so Hotelleriesuisse.

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Kurzfristiges Buchungsverhalten als Herausforderung
«Die Nachfrage wird in den kommenden Monaten weiter sinken, wenn auch in abgeschwächtem Masse», so Juen. Gerade unter schwierigen Bedingungen sei es zentral, keine Abstriche bei der Dienstleistungs- und Servicequalität zu machen. «Die hohen Ansprüche der Gäste sind trotz des gesteigerten Preisbewusstseins hoch.». Eine weitere Herausforderung für die Hoteliers bestehe im kurzfristigen Buchungsverhalten und einer damit verbundenen anspruchsvollen Personalplanung.
Vom Bundesrat fordert hotelleriesuisse eine massvolle Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative. Damit könne er beim Erlass der entsprechenden Verordnung zudem einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklungsfähigkeit der Hotellerie und des Tourismus leisten. Insbesondere solle es weiterhin möglich sein, bestehende Hotelbauten in Zweitwohnungen umzunutzen, wenn eine rentable Weiterführung des Betriebs nicht mehr gewährleistet ist.
(tno/aho)

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