Bereits im Vorfeld hat der Frauenstreik-Tag viel Aufsehen erregt. Wie aber handhaben die Schweizer Firmen diesen Tag? MΓΌssen Mitarbeiterinnen frei nehmen? Bei Schweizer Firmen nachgefragt zeigt sich: Frauen, die am Frauenstreik teilnehmen wollen, mΓΌssen den Arbeitstag als Ferien abbuchen oder entsprechend vor- bzw- nacharbeiten. Ein Γberblick: RMS Β«Da es sich nicht um einen offiziellen Streik handelt, kΓΆnnen wir unseren weiblichen Mitarbeitenden nicht frei gebenΒ», heisst es auf Anfrage bei Adecco. Β«Es steht allerdings allen frei, sich den Tag frei zu nehmen oder die Zeit zu kompensieren im Rahmen von flexiblen Arbeitszeiten.Β» Keystone Bei SGS heisst es: Β«In Hinblick auf Freitag sind wir offen, und alle kΓΆnnen streiken, ob Mann oder Frau, durch alle Hierarchiestufen. Unsere Mitarbeiter kΓΆnnen entweder frei nehmen oder mit Γberstunden kompensieren. Wir betreiben keine positive Diskriminierung und deshalb wird der Tag auch nicht 'geschenkt'.Β» Keystone Β«Unsere Mitarbeitenden β Frauen und MΓ€nner, unabhΓ€ngig Hierarchiestufe β kΓΆnnen in Absprache mit dem Betrieb der Arbeit fernbleiben, aber in Konsequenz die fehlende Zeit nicht als Arbeitszeit erfassenΒ», so die Swisscom. Keystone Bei den SBB gelten in Hinblick auf den Frauenstreik: Β«Die Teilnahme am Streik erfolgt in der FreizeitΒ». Keystone Β«Wer am Frauenstreik teilnehmen mΓΆchte, muss dafΓΌr frei nehmenΒ» so die Swiss. So seien mit allen Mitarbeitergruppen GesamtarbeitsvertrΓ€ge abgeschlossen worden, welche unter anderem Β«eine absolute Friedenspflicht beinhalten, die Streikmassnahmen wΓ€hrend der Vertragslaufzeit nicht vorsehenΒ». Keystone Beim Versicherer Zurich ist der Tag wie folgt geregelt: Β«Um an der genannten Veranstaltung teilzunehmen, kΓΆnnen die Mitarbeitenden der Zurich Schweiz in Absprache mit der vorgesetzten Person Γberstunden kompensieren, die Zeit danach aufarbeiten oder auch Ferien eingeben.Β» Keystone Bei der Post mΓΌssen Mitarbeiter, die am Streik teilnehmen wollen, eine Teilnahme vorgΓ€ngig anmelden und sich den Tag frei nehmen, Β«damit der laufende Betrieb aufrechterhalten werden kannΒ». Und weiter: Β«Die Teilnahme an gewerkschaftlichen Veranstaltungen am Frauenstreik-Tag ist freiwillig, diese Zeit gilt deshalb nicht als Arbeitszeit und wird entsprechend nicht vergΓΌtet.Β» Keystone Einen freien Tag fΓΌr den Frauenstreik schenkt Roche seinen Mitarbeitern nicht, allerdings bietet der Pharmakonzern flexibles Arbeiten an, das auf dem Model der Jahresarbeitszeit beruht: Β«Unser Arbeitszeit-Model gibt unseren Mitarbeitenden eine grosse FlexibilitΓ€t, um berufliche und private PrioritΓ€ten zu vereinbaren. Wir gehen davon aus, dass dies auch hier mΓΆglich sein sollteΒ», heisst es auf Anfrage. Keystone Auch bei Syngenta kΓΆnnen Mitarbeiter am Streik teilnehmen, allerdings darf der Streik der Arbeit nicht im Wege stehen: Β«Die Arbeitszeit kann an diesem Tag flexibel gestaltet werdenΒ», so der Agrochemiekonzern. Β«NatΓΌrlich kΓΆnnen auch Urlaubs- oder Ausgleichstage genutzt werden, wenn die/der Mitarbeitende an diesem Tag gar nicht arbeiten mΓΆchte.Β» Keystone Β«MΓΆchte eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter am schweizweiten Frauenstreik teilnehmen, kann sie/er dies tun, muss jedoch einen Ferientag beziehen oder im Rahmen der Jahresarbeitszeit kompensieren. Der GeschΓ€ftsbetrieb muss natΓΌrlich wie ΓΌblich gewΓ€hrleistet seinΒ», so die UBS. Keystone Β«MΓΆchten Mitarbeiterinnen von LafargeHolcim in der Schweiz an diesem Tag streiken, kΓΆnnen sie dies im Rahmen ihrer flexiblen Arbeitszeit tun. Wir befΓΌrchten jedoch keine ArbeitsunterbrΓΌche im Rahmen des StreiktagesΒ», heisst es bei Lafarge-Holcim. Keystone Β«Sofern es aus betrieblichen GrΓΌnden mΓΆglich ist, steht es jeder Frau (jedem Mann) frei, an den Kundgebungen teilzunehmenΒ», so Lonza. Β«Die fehlende Arbeitszeit wird ΓΌber das Gleitzeitkonto, Γberzeit oder Ferien abgerechnet.Β» Keystone Β«Mitarbeitende kΓΆnnen als Privatpersonen oder in ihren Funktionen ausserhalb Novartis an Kundgebungen in ihrer Freizeit teilnehmenΒ», so der Pharmakonzern. Β«Zudem verfΓΌgen wir ΓΌber ein flexibles Arbeitszeitreglement, das es den Mitarbeitenden erlaubt, auf Wunsch an entsprechenden Veranstaltungen zum Frauenstreik teilzunehmen.Β» Keystone Auch bei NestlΓ© heisst es: Β«Es steht unseren Mitarbeitern frei, sich in ihrer Freizeit nach Belieben an sozialen, ΓΆkologischen oder politischen Anliegen zu beteiligen oder diese zu unterstΓΌtzen.
Wir bieten hierfΓΌr ein flexibles Arbeitsumfeld, damit unsere Mitarbeiter ihr berufliches und privates Engagement so gut wie mΓΆglich in Einklang bringen kΓΆnnen.Β» Keystone Bei Alpiq kΓΆnnen Mitarbeiter im Zusammenhang mit dem Streik frei nehmen, Β«entweder mittels Stundenkompensation oder FerientagenΒ». Keystone Β«ABB Schweiz hat ein Arbeitszeitmodell mit flexiblen Arbeitszeiten, das kΓΌrzere Absenzen und damit die Teilnahme an Veranstaltungen grundsΓ€tzlich mΓΆglich machtΒ», so der Technologiekonzern. Β«Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von ABB Schweiz steht es unabhΓ€ngig von der Hierarchiestufe entsprechend frei, nach vorgΓ€ngiger Absprache mit ihrer FΓΌhrungskraft und sofern es die aktuelle Arbeitsauslastung erlaubt, an AnlΓ€ssen und AktivitΓ€ten am 14. Juni teilzunehmen.Β» Keystone Β«Swiss Life stellt im Rahmen der normalen, flexiblen Gleitzeit-Regelungen grundsΓ€tzlich allen Mitarbeitenden frei, an der Kundgebung teilzunehmen. Voraussetzungen sind, dass es mit den Vorgesetzten abgesprochen ist, die Stellvertretungen sichergestellt sind und die Arbeit und insbesondere der Kundenkontakt davon nicht beeintrΓ€chtigt istΒ», so der Lebensversicherer. Keystone Mitarbeiterinnen bei der Migros bekommen nicht frei. Wer am Frauenstreik teilnehmen mΓΆchte, soll sich frΓΌhzeitig mit Vorgesetzten bezΓΌglich Kompensation von Γberzeit oder Bezug eines Freitages absprechen, heisst es beim DetailhΓ€ndler. Β«Wir sind ΓΌberzeugt, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter VerstΓ€ndnis dafΓΌr haben, dass der Betrieb weiterlaufen muss.Β» Keystone Γhnlich handhabt es Coop: Β«Unseren Mitarbeitenden steht es frei, sich in ihrer Freizeit zu engagierenΒ». Keystone