Abo

Credit Suisse: Aufrüsten im Heimmarkt

Wie die Credit Suisse den Marktführer UBS attackiert.

Werbung

Die grosse Wichtigkeit der Schweiz für die Credit Suisse hatte die Grossbank bislang eher in den Randspalten ihrer Kommunikation versteckt. Dabei sind die Zahlen eindrücklich: Im Verlustjahr 2008 erzielte das Schweiz-Geschäft einen Gewinn von 5,3 Milliarden Franken. Somit war die Schweiz als einzige der vier Regionen – Schweiz, Asien, Amerika und Europa/Afrika – profitabel. Im ersten Halbjahr 2009 erzielte der Heimmarkt einen Vorsteuergewinn von 1,8 Milliarden Franken und damit die Hälfte des Konzernprofits. Von den Erträgen in den ersten sechs Monaten in Höhe von 4,6 Milliarden stammen etwa 40 Prozent aus dem Firmen- und Kleinkundengeschäft, 35 Prozent aus dem Wealth Management, 18 Prozent aus dem Investment Banking und 7 Prozent aus dem Asset Management. Die zusätzlichen Erträge aus der Zusammenarbeit der Divisionen beziffert die CS für das erste Halbjahr auf eine Milliarde Franken. 21  000 Mitarbeiter arbeiten in etwa 220 Filialen, beim Marktführer UBS sind es 25  000 in rund 320 Filialen. Der Rivale liegt vor allem im Kreditgeschäft und im Wealth Management vorn, und diese Lücke will die CS jetzt schliessen.

Im Wealth Management, das den grössten Gewinnbeitrag zum Schweiz-Geschäft liefert, sind die Pläne besonders ehrgeizig: Neu erhalten jetzt Kunden in allen Filialen die Beratung, die bisher nur Klienten mit einem Vermögen ab einer Million Franken in einem Drittel der Zweigstellen angeboten wurde. Das Ziel bis 2012: den Marktanteil in der Klasse der «Affluent Clients» (zwischen 250  000 und einer Million Franken) von 11 auf 13 Prozent zu erhöhen. In der Kategorie der «High Net Worth Individuals» (ab einer Million Franken) soll der Anteil sogar von 14 auf 17 Prozent steigen.

Partner-Inhalte

Werbung