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Die China Europe International Business School in Shanghai ist der Star unter den MBA-Schulen Asiens.
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Wer an der Universität St. Gallen (HSG) studiert, hat gute Chancen, für ein paar Monate ein Austauschstudium in der am schnellsten wachsenden Wirtschaftsregion der Welt erleben zu dürfen. In der chinesischen Boomtown Shanghai ist die China Europe International Business School (CEIBS) zu Hause, mit der die HSG in regem Austausch steht. Im jüngsten Ranking schnitt die CEIBS mit Rang 53 von allen asiatischen Schulen am besten ab. Zurzeit studieren 27 Ausländer an der CEIBS. Sie machen 25 Prozent des Jahrgangs 2004/05 aus.
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Gegründet wurde das Institut 1994 von der Europäischen Union und dem chinesischen Ministerium für Aussenhandel und wirtschaftliche Zusammenarbeit (Moftec). Wichtigster Sponsor neben der EU ist die Stadt Shanghai. Einer der Aufbauhelfer war Thomas Sattelberger, damals Personalentwickler bei Daimler-Benz Aerospace, heute Personalvorstand des Automobilzulieferers Continental. Auf Sattelberger, seit vielen Jahren Aufsichtsratsmitglied der CEIBS, wirken Harvard oder Insead «wie Elfenbeintürme». In Shanghai sei alles pragmatischer.
Derzeit durchläuft die CEIBS die Akkreditierung für das European Quality Improvement System (Equis), den europäischen Qualitätsmassstab für MBA-Studiengänge. Aushängeschild der Schule ist das 17 Monate dauernde Vollzeit-MBA-Programm, in dem auch Chinas Staatsunternehmen und die vielen neu gegründeten privaten Unternehmen ihren Nachwuchs büffeln lassen.
Ein Qualitätskriterium erfüllt die Schule schon: Die Professorenschaft ist international. Fast das gesamte Lehrpersonal – Chinesen, Amerikaner und Europäer – wurde ausserhalb Chinas ausgebildet. Die CEIBS hat Partnerschaften mit 40 internationalen Top-Unis, darunter etwa die London Business School, die spanische IESE oder, wie eingangs erwähnt, die HSG. Das Alumni-Netzwerk der CEIBS zählt bereits über 2500 Mitglieder, zu 90 Prozent sind dies Chinesen in leitenden Positionen. Diese Verbindungen sind «mindestens so wichtig wie die Ausbildung selbst», weiss CEIBS-Präsident Albert Bennett.
Übrigens planen die meisten Übersee-Studenten, in China zu bleiben. Als Manager in einem ausländischen Konzern, in chinesisch-westlichen Joint Ventures oder auch als Unternehmensgründer. Das an der CEIBS einmal gesponnene Beziehungsnetz kann da in Zukunft eine Menge helfen.
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