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Barry Callebaut verkauft Alprose nach Belgien

Barry Callebaut will sich aus dem Detailhandel verabschieden. (Bild: Keystone)

Rückzug aus dem Detailhandel: Der Schokoladen-Gigant Barry Callebaut verkauft die deutsche Stollwerck-Gruppe nach Belgien. Damit trennt sich der Konzern von Marken wie Sarotti, Alprose und Alpia.

Veröffentlicht 11.07.2011

Barry Callebaut (Aktienkurs) verkauft das in der Stollwerck-Gruppe zusammengefasste Geschäft mit Schokoladen für den europäischen Detailhandel. Die Käuferin, die belgische Baronie Gruppe, wird Barry Callebaut aber jährlich rund 25'000 Tonnen Flüssigschokolade liefern.

Wie viel Baronie für Stollwerck bezahlt, ist nicht bekannt. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, hiess es in einer Medienmitteilung. Zu Stollwerck gehören neben drei deutschen Fabriken auch die Alpenrose-Schokoladenfabrik in Caslano im Tessin sowie je ein Werk in Frankreich und Belgien.

Der Verkauf von Stollwerck geht einher mit der Strategie von Barry Callebaut, sich als Zulieferer von Flüssigschokolade und Halbfertigprodukten für die Schokoladenindustrie zu positionieren.

100'000 Tonnen Schokolade

Die Übernahme von Stollwerck durch die Baronie Gruppe muss noch von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden. Barry Callebaut hatte Stollwerck 2002 übernommen.

Die Gruppe verkauft jährlich über 100'000 Tonnen Schokolade und erzielt einen Umsatz von rund einer halben Milliarde Euro. Zu ihr gehören die Marken Sarotti, Alpenrose, Alpia und Jaques

Alprose bleibt unangetastet

Bei der Alprose-Schokoladenfabrik in Caslano ändert sich durch den Verkauf an die belgische Baronie-Gruppe nichts. Man werde die von Barry Callebaut übernommenen Schokoladenhersteller unabhängig weiterzuführen, hiess es am Montag von Seiten der neuen Besitzer.

Bezüglich Fabrikstandorte und Mitarbeiterzahl seien keine Veränderungen vorgesehen, sagte Jean-Marie van Logtestijn, Mediensprecher der Baronie-Muttergesellschaft Sweet Products, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Bei der 1957 gegründeten Alprose-Schokoladenfabrik am Luganersee arbeiten rund 100 Mitarbeiter.

Baronie betreibt in den Niederlanden und in Belgien drei Fabriken. Dort stellt sie einerseits Eigen- und Handelsmarkenprodukte für den Detailhandel her, andererseits wird auch Markenschokolade im Auftrag von Dritten produziert. Baronie ist eine Tochtergesellschaft von Sweet Produkts, einem belgischen Familienunternehmen in Privatbesitz.

(cms/tno/rcv/sda)

 

 

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