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Die Strategie des Lebensversicherers geht auf, die Aktie steigt. Swiss Life will darum auch in Zukunft versicherungsfremde Einheiten zukaufen.
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Beim grΓΆssten Schweizer Lebensversicherer Swiss Life trΓ€gt die stΓ€rkere Ausrichtung auf GeschΓ€fte ausserhalb der traditionellen Lebensversicherung FrΓΌchte. Dank des Ausbaus der VermΓΆgensverwaltung und des DienstleistungsgeschΓ€fts stieg der Gewinn in den ersten sechs Monaten leicht auf 493 Millionen Franken (453 Millionen Euro), wie der Konzern aus ZΓΌrich am Freitag mitteilte. Analysten hatte im Schnitt mit einem GewinnrΓΌckgang auf 474 Millionen Franken gerechnet.
Swiss Life steigerte die Kommissions- und GebΓΌhrenerlΓΆse um fΓΌnf auf 617 Millionen Franken. Unter Ausschluss von WechselkurseinflΓΌssen betrug das Wachstum 15 Prozent. Gemessen an den insgesamt elf Milliarden Franken Einnahmen des Konzerns ist der Betrag zwar vergleichsweise klein, doch der Gewinnbeitrag ist deutlich hΓΆher.
Die Lebensversicherungsbranche kΓ€mpft mit dem Niedrigzinsumfeld. Das ΓΌberwiegend in festverzinslichen Wertpapieren angelegte Kapital der Kunden wirft nur wenig Ertrag ab und macht es schwierig, die versprochenen Renditen zu erreichen. Daher treibt Swiss Life den Ausbau von GeschΓ€ften ausserhalb der Lebensversicherung voran.
So hat der Konzern im vergangenen Jahr etwa in Deutschland den Immobilienverwalter Corpus Sireo gekauft. Swiss-Life-Chef Patrick Frost sagte, Swiss Life wolle sowohl das Versicherungs- als auch das versicherungsfremde GeschΓ€ft in Europa mit ergΓ€nzenden ZukΓ€ufen verstΓ€rken, wenn sich eine Gelegenheit ergebe.
Im VersicherungsgeschΓ€ft kam Swiss Life in der ersten JahreshΓ€lfte das florierende PensionskassengeschΓ€ft im Heimmarkt zugute. Die PrΓ€mien in der Schweiz zogen um sieben Prozent auf sieben Milliarden Franken an. In den beiden AuslandsmΓ€rkten Frankreich und Deutschland dagegen sanken die Einnahmen. In Frankreich wurden die ZuwΓ€chse in Euro durch die starke Franken-Aufwertung nach der Abkehr der Schweiz aufgefressen. In Deutschland verzichtete Swiss Life zudem auf GeschΓ€ft, das die RentabilitΓ€tskriterien nicht erfΓΌllte.
Die Schweizer profitierten auch von SparbemΓΌhungen: Der Konzern erreichte Ende 2014 ein Jahr frΓΌher als geplant sein Sparziel von 160 Millionen Franken.
Bei den Anleger fand der Halbjahresausweis Anklang. Mit einem Kursgewinn von zwei Prozent setzten sich die Swiss-Life-Aktien an die Spitze der europΓ€ischen Versicherungswerte.
(reuters/jfr)
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