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Edelmetall

Goldpreis legt kräftig zu und klettert Richtung 5400 US-Dollar

Der Goldpreis legte am Montag deutlich zu, nachdem die USA und Israel massive Angriffe auf den Iran gestartet haben. Die Eskalation verstärkt die Unsicherheit für die Weltwirtschaft.

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Goldbarren im Tresor des Goldhandels Pro Aurum in München. imago/photothek

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Gold hat sich am Montag wegen der Eskalation im Nahen Osten in den ersten Handelsminuten wie erwartet deutlich verteuert. Auch der Preis für Silber zog kräftig an. Eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) Gold kostete im frühen Handel bis zu 5393 Dollar und damit 2,2 Prozent mehr als am Freitag. Damit baute der Goldpreis seine Gewinne der vergangenen Woche aus und nähert sich damit wieder so langsam dem Rekordhoch von fast 5600 Dollar Ende Januar an.
In den Wochen nach dem Höchststand war der Kurs zeitweise unter die Marke von 4500 Dollar abgerutscht, bevor er sich in den vergangenen Wochen wieder kräftig erholte. Seit Ende 2025 kletterte der Goldpreis um fast ein Viertel nach oben, und das, nachdem er im vergangenen Jahr mit einem Anstieg von 65 Prozent das höchste Jahresplus seit 1979 eingefahren hatte. Gold gilt bei vielen Anlegern als sogenannter sicherer Hafen in politisch unsicheren Zeiten.
Israel hatte am Sonntag eine neue Angriffswelle auf Teheran gestartet, worauf der Iran mit weiteren Raketenangriffen reagierte. Die Tötung Khameneis am Vortag hat den Nahen Osten und die globale Wirtschaft in eine Phase erhöhter Unsicherheit gestürzt.
«Im Gegensatz zu früheren Eskalationen in diesem Konflikt gibt es diesmal für beide Seiten starke Anreize, die Konfrontation weiter zu verschärfen. Das erhöht das Risiko eines chaotischen, unsicheren und damit volatilen Umfelds - und zwar nicht nur für einige Tage. Für Gold ist dieses Umfeld grundsätzlich positiv», erklärte Kyle Rodda, leitender Marktanalyst bei Capital.com.

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US-Dollar grenzt Goldgewinne ein

Allerdings stieg der US-Dollar-Index um 0,27 Prozent. Ein stärkerer Dollar verteuert Gold für Käufer ausserhalb der USA und begrenzte damit die Kursgewinne des Edelmetalls.
Gold gilt traditionell als sicherer Hafen in Krisenzeiten und hat in diesem Jahr bereits mehrere Rekordstände erreicht. Hintergrund sind die anhaltenden politischen und wirtschaftlichen Spannungen weltweit.
Die aktuelle Rally baut auf einem Kursanstieg von rund 64 Prozent im Jahr 2025 auf. Treiber waren vor allem kräftige Käufe durch Zentralbanken, hohe Zuflüsse in börsengehandelte Goldfonds (ETFs) sowie die Erwartung einer lockereren Geldpolitik in den USA.
«Gold ist womöglich der beste Gradmesser für globale Unsicherheit - und um im Bild zu bleiben: Das Thermometer steigt weiter. Angesichts einer neuen Ära geopolitischer Spannungen ist mit weiteren Rekordständen zu rechnen», sagte der unabhängige Analyst Ross Norman.
Platin notierte nahezu unverändert bei 2363,26 US-Dollar je Unze, während Palladium um 0,86 Prozent auf 1801,50 US-Dollar zulegte.
(reuters/awp)

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