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Veit Dengler
Quelle: Reto Oeschger / Tamedia AG

Veit Dengler

Zuwachs an der Falkenstrasse: Seit Ende August hält die NZZ-Mediengruppe 52 Prozent des Zurich Film Festival (ZFF) – und somit die Aktienmehrheit. Nicht ganz unkritisch wurde die Akquisition des NZZ-CEO Veit Dengler aufgenommen: Kann ein Medienhaus Besitzer eines Filmfestivals und gleichzeitig dessen kritischer Kommentator sein? Dengler zeigte sich besonnen und beschwichtigte, der Kauf des ZFF sei Teil eines nachhaltigen Geschäftsmodells. Neben dem ZFF besitzt die Neue Zürcher Zeitung nun auch – zu 100 Prozent – das Swiss Economic Forum. Dass Dengler auf Diversifikation setzt, zeigt auch das seit einigen Jahren bestehende Radio- und TV-Portfolio, zu dem Sender wie Tele 1 oder Radio Pilatus gehören.

Es läuft rund an der Falkenstrasse: Trotz Umsatzeinbruch verbesserte sich das Gruppenergebnis im ersten Halbjahr 2016 um 7,7 Millionen Franken. Beim österreichischen Ableger NZZ.at kam es zu einem Wechsel: Chefredaktor Michael Fleischhacker überliess seinen Posten Lukas Sustala. In Zürich tobt derweil die Diskussion um die Werbeallianz von SRG, Swisscom und Ringier – Veit Dengler ist dagegen. «Ich glaube nicht an eine Schweizer Werbeplattform, alle Grossen sind international unterwegs», sagte er am Swiss Media Forum, fügte aber an, dass Admeira nun eine Tatsache sei und die NZZ schauen müsse, wie sich der Markt entwickle. Selber gründete er die NZZ Media Services, einen Zusammenschluss verschiedener Kanäle, um crossmediale Lösungen anzubieten. Dass Dengler in Experimentierlaune zu sein scheint, zeigte sich im Oktober auch an der Aufmachung der Tageszeitung: Statt einer Titelgeschichte prangte dort das Inserat eines Luxusautoherstellers – eine Premiere.

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