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Basler Milliardärin

Unternehmerin Esther Grether ist gestorben

Esther Grether, bekannte Unternehmerin, Kunstsammlerin und Swatch-Grossaktionärin, ist im Alter von 89 Jahren in Basel gestorben.

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Esther Grether ist im Alter von 89 Jahren gestorben.

SoBli Sobli

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Die Basler Unternehmerin und Swatch-Grossaktionärin Esther Grether ist tot. Die Milliardärin und Kunstsammlerin starb am Mittwoch im Alter von 89 Jahren in Basel, wie die Familie am Freitag mitteilen liess. Sie sei friedlich eingeschlafen. Grether galt als eine der ersten Unternehmerinnen der Schweiz. Die letzten Jahre lebte sie zurückgezogen in ihrem Zuhause in Basel.

Bekannt war Grether als Grossaktionärin der Uhrengruppe Swatch mit einem Anteil von 3,8 Prozent. Bis 2014 sass sie auch im Swatch-Verwaltungsrat. Nach dem frühen Tod ihres Mannes Hans Grether hatte sie 1975 die Leitung des Familienunternehmens Doetsch Grether übernommen und wurde als Delegierte des Verwaltungsrates zu einer Ausnahmeerscheinung in der damaligen Wirtschaft. In die Firma gekommen war sie als Sekretärin. Später heiratete sie den Firmenpatron.

Pastillen und Kondome

Das traditionsreiche Basler Unternehmen ist mit Marken wie den Grether's Pastilles, dem Arzneimittel Neo-Angin oder den Ceylor-Präservativen bekannt. Es zählt heute zu den zehn grössten Firmen im Schweizer Consumer-Health-Markt. Grether führte die Firma jahrzehntelang, bevor sich die zweifache Mutter 2014 sukzessive aus der Leitung zurückzog. Die Firma blieb aber zu 100 Prozent in Familienbesitz.

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Das Wirtschaftsmagazin Bilanz schätzte Esther Grethers Vermögen und deren Familie zuletzt auf rund 2,3 Milliarden Franken. Über ihre unternehmerische Rolle hinaus machte sich Grether einen Namen als Kunstsammlerin.

Sie besass eine der wertvollsten und bedeutendsten Privatsammlungen des 20. Jahrhunderts in der Schweiz. Die Sammlung umfasst mehr als 600 Werke. Zu ihr gehören Arbeiten von Picasso, Cézanne, Dalí sowie ein Triptychon von Francis Bacon. Teile der Sammlung wurden immer wieder in Museen gezeigt, zuletzt 2019 im Basler Kunstmuseum.

Keystone-SDA

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