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Thomas Jordan

Thomas Jordan

Der 1,90 Meter grosse Hüne an der Spitze der Notenbank verkörpert Gravitas in jeglicher Hinsicht. Seit er 2012 ins hohe Amt erkoren wurde, zieht er seinen währungspolitischen Kurs unbeirrt durch und manifestiert damit die Unabhängigkeit seiner Institution. Dabei sind die Argumente der Kritiker durchaus stichhaltig. So hatte die Aufhebung des Mindestkurses zum Euro vom Januar 2015 heftige Folgen für die Industrie, wie Untersuchungen inzwischen nachweisen konnten. Eine Studie der KOF Konjunkturforschungsstelle zeigt etwa, dass der starke Franken in den zwei Jahren nach dem Entscheid zu einer Reduktion der Beschäftigungszahl um durchschnittlich 4,6 Prozent geführt hat. Dies, weil die Unternehmen nach der Aufwertung versuchten, ihre Profitmargen durch tiefere Lohnkosten wieder zu steigern. Zuletzt hatte der Kampf an der Währungsfront indes auch positive Folgen. Angesichts eines sich erholenden Euro betrug der Gewinn auf den Fremdwährungspositionen in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres über 30 Milliarden Franken. Weil gleichzeitig auch noch die Goldpreise stiegen, wodurch weitere 2,3 Milliarden an Bewertungsgewinnen resultierten, konnte die Nationalbank gar ein Rekordergebnis vermelden.

Da mag es Jordan auch kaltlassen, dass die Amerikaner unter Donald Trump die Schweiz weiter auf der Liste jener Länder aufführten, welche von Währungsmanipulationen profitierten. Jordan hatte derlei Vorwürfe in einem Interview aber zurückgewiesen: Man interveniere schliesslich nicht, um der Schweiz durch eine unterbewertete Währung Vorteile zu verschaffen.

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