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Frischer Aufräumer

Der Chef der Migros Zürich will Aufbruch

Die grösste Genossenschaft des Konzerns kriselt. Ihr Chef Patrik Pörtig muss sie wieder auf Kurs bringen – doch die Altlasten wiegen schwer.

Erich Bürgler, Redaktor BILANZ - fotografiert im September von Paul Seewer für BILANZ

<p>Patrik Pörtig: Der neue Chef macht mit Lieblingsprojekten seines Vorgängers Schluss. Sie waren oft unrentabel.</p>

Patrik Pörtig: Der neue Chef macht mit Lieblingsprojekten seines Vorgängers Schluss. Sie waren oft unrentabel.

Samuel Trümpy für BILANZ

Der Basilikumtopf im Gemüseregal des Supermarkts ist für Patrik Pörtig ein verlässlicher Indikator. Vorsichtig hebt der Chef der Migros Zürich die Blätter der empfindlichen Pflänzchen an, um sich ein genaues Bild vom Zustand zu machen. Er nickt anerkennend. «Ein frischer Basilikum zeigt, dass das Personal in der Früchte- und Gemüseabteilung einen guten Job macht», sagt Pörtig, der die grösste Migros-Genossenschaft seit rund einem Jahr leitet. Während er sich mit dem Grünzeug in der Filiale der Flughafengemeinde Kloten zufrieden zeigt, bereiten ihm die roten Geschäftszahlen der Genossenschaft Migros Zürich (GMZ) keine Freude.

Zum vierten Mal in Folge zeigt der Jahresabschluss ein Minus – zuletzt war es ein Rekordverlust von über 100 Millionen Franken. Die deutsche Supermarkttochter Tegut ist ein Sanierungsfall und sorgt für hohe Abschreiber, was das Ergebnis der ganzen Migros-Gruppe belastet. Mit Sven Kispalko hat Pörtig einen Mann der Migros Zürich nach Fulda ins Bundesland Hessen entsandt, der die schwierige Mission hat, die Tegut-Läden bis 2026 aus der Verlustzone zu holen.

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Erich Bürgler, Redaktor BILANZ - fotografiert im September von Paul Seewer für BILANZ

Erich Bürgler

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