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Paul Schuler

Paul Schuler

CEO Sika

Vor fünf Jahren stand er schon mal zur Wahl zum Konzernchef von Sika. Damals unterlag Paul Schuler in der internen Ausmarchung Jan Jenisch, der den Bauchemiespezialisten danach auf einen steilen Wachstumspfad führte. Nun kam der Firmenveteran (er arbeitet seit 1998 bei Sika) doch noch in die Kränze: Als Jenisch am 16. Mai seine Stelle kündigte, um zu Lafarge-Holcim zu wechseln, wählte ihn der Sika-Verwaltungsrat nur fünf Tage später auf den Chefposten. Dass der Konzern bei der Bekanntgabe eine halbe Milliarde Franken an Börsenwert verlor, dürfte weniger mit seiner Nominierung zu tun haben als mit dem Abgang von Jenisch. Die Expansionsstrategie seines Vorgängers will Schuler jedenfalls beibehalten: «Sika ist auf Wachstum eingestellt», so der neue Chef.

Mit seinem Vorgänger teilt Schuler die rebellische Haltung hinsichtlich der Firmenzukunft: «Gemeinsam mit dem Management lehne ich den Übernahmeversuch des französischen Konzerns Saint-Gobain ab», war seine erste Aussage in der neuen Position. Damit ist Schuler auch in der gleichen Karrieresackgasse gelandet wie sein Vorgänger: Wenn das Bundesgericht den Verkauf an Saint-Gobain erlaubt, wird er beim neuen Eigentümer nicht mehr gebraucht. Wenn das Bundesgericht den Verkauf an Saint-Gobain verbietet, wird die Familie Burkard Sika erneut kontrollieren und die Rebellen im Management austauschen. Die Entscheidung wird für die nächsten Monate erwartet. Paul Schulers Zeit als Chef wird also kurz sein. Was weniger wehtut angesichts der Tatsache, dass er das Frühpensionierungsalter bereits erreicht hat.

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