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Winterspiele 2038

Obolus für Olympia in der Schweiz

Michael Hartweg, Leonteq-Mitgründer, sucht 200 Millionen für Olympia. Und steuert selber einen schönen Batzen bei.

Ueli Kneubuehler Rinigier

<p>Olympia</p>

Frauen-Abfahrt an den letzten Olympischen Winterspielen 2022 in Beijing. Im Februar startet Olympia 2026 in Italien.

JEAN-CHRISTOPHE BOTT

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Die ersten und bislang letzten Olympischen Winterspiele fanden 1928 und 1948 in der Schweiz statt; jeweils in St.  Moritz. Seither bemüht sich die Schweiz erfolglos. Nun nimmt das Land einen erneuten Anlauf für die Winterspiele 2038. Sie steht in einem «privilegierten Dialog» mit dem Olympischen Komitee (IOC). Bis Ende 2027 muss die Schweiz ihre Kandidatur entwickeln – und das exklusiv. Zentraler Punkt: ein nachhaltiges Austragungs- und Finanzierungskonzept. Die Spiele werden überwiegend privat finanziert. Gerechnet wird mit Kosten von 2,2 Milliarden Franken. Seit Mitte Januar hat Swiss-Olympic-Präsidentin Ruth Metzler Sportminister Martin Pfister an Bord, der die Unterstützung des Grossanlasses in die Vernehmlassung geschickt hat.

Der Bund schiesst für das Projekt 200 Millionen Franken ein, garantiert aber nicht für Defizite. Diese Garantie wird durch Spenden von Privatpersonen und Firmen gestemmt. Verantwortlich: Michael Hartweg, Mitgründer der Derivateboutique Leonteq und Initiant der Biathlon Arena Lenzerheide. Über diese war er bereits involviert bei der Bündner Olympia-Kandidatur 2022. Damals kam der heutige FIS-CEO und damalige Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann auf Hartweg zu und «informierte mich über seine Pläne für die Bewerbungen 2030 und 2034. Aufgrund des neuen Vergabeprozesses haben wir das Projekt neu aufgestellt und das Jahr 2038 anvisiert», so Hartweg, Wirtschaftsvertreter im Vorstand des Kandidaturvereins «Switzerland 2038». Er benötigt je 100 Millionen Franken von Privatpersonen und Firmen.

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LENZERHEIDE, SWITZERLAND - FEBRUARY 23: Michael Hartweg attends the IBU World Championships Biathlon Lenzerheide at Roland Arena on February 23, 2025 in Lenzerheide, Switzerland. (Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images)
<p>... Urs Wietlisbach spenden zusammen rund 30  Millionen Franken ­für Olympische Spiele 2038 in der Schweiz.</p>
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Michael Hartweg und ... 

Getty Images

Mit Partners-Group-Mitgründer Urs Wietlisbach hat Hartweg namhafte Unterstützung. Die beiden kennen sich auch aus der Stiftung «Passion Schneesport». «Urs Wietlisbach und ich steuern rund 30 Millionen Franken bei», so Hartweg. Verbale Zusagen von Privaten und Firmen bestünden bereits. «Wir sind gut unterwegs und jeweils näher bei 100 Millionen als bei null», so Hartweg. Mehr will er nicht verraten. Nur so viel: Vor allem Firmen aus dem Sportbereich, der Finanzindustrie und der Logistik seien interessiert.

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Ueli Kneubuehler Rinigier
Ueli Kneubühler
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