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Michael Pieper

Michael Pieper

Die Banken und Michael Pieper – das war noch nie eine Liebesgeschichte; er vertraut lieber auf die eigene Finanzkraft. Von daher ist es erstaunlich, dass der Industrielle zusammen mit weiteren Investoren die Mehrheit an der deutschen Privatbank Berenberg übernahm, bei der er seit Jahren im Verwaltungsrat sitzt. Das Institut, neu als Bergos Berenberg unterwegs, ist eine «rein private Investition», wie Pieper betont. Privat ist auch seine jüngste Beteiligung am Sauternes-Château Lafaurie-Peyraguey samt Hotel und Gourmetrestaurant, das mehrheitlich Silvio Denz gehört. In Spendierlaune zeigen sich Michael und Ehefrau Emmy Lou Pieper ebenso gegenüber der Kunst: Sie haben zugunsten des Luzerner Sinfonieorchesters einen Fonds eingerichtet und mit 15 Millionen dotiert.  

Der 72-Jährige kann sich Freigebigkeit leisten. In seiner Artemis Group – diese umfasst hauptsächlich die auf Küchentechnik, Nahrungsmittelzubereitung und Sanitäranlagen ausgerichtete Franke – läuft es rund. Im vergangenen Geschäftsjahr haben 12 000 Mitarbeiter einen Umsatz von rund 2,9 Milliarden Franken erzielt. Im ersten Halbjahr legten die Verkäufe um 9 Prozent und der Gewinn um 46 Prozent zu. Dagegen verlor das dicke Portfolio an Industriebeteiligungen, so Forbo, Feintool, Autoneum oder Arbonia, massiv an Wert. Diese Verluste kratzen Michael Pieper nicht gross, er versteht sich als Langfristanleger.  

Im Familienkonzern zeichnet sich eine Wachablösung ab: In den Franke-Verwaltungsrat ist Sohn Alexander (35) als Vizepräsident eingezogen. Der Junior sitzt bereits im Verwaltungsrat von Artemis, mit Schwester Nina (37). 

 

(Stand: November 2018)

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