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Gerard und Alain Wertheimer

Gérard Wertheimer

Jahrelang konnten sich die Gebrüder Gérard (66) und Alain Wertheimer (67) über fette Wachstumszahlen freuen. Noch 2014 explodierte der Reingewinn um 38 Prozent auf den Rekordwert von 1,4 Milliarden Dollar. Denn Parfums, Haute Couture, Taschen, Brillen, Accessoires, Schmuck und Uhren aus dem von ihnen vollständig kontrollierten Konzern Chanel gehörten zu den gesuchtesten Produkten der Luxusgüterindustrie.

Nun hat die Branchenkrise auch das französische Unternehmen eingeholt: Im vergangenen Jahr musste Chanel International, die Dachfirma der weit verzweigten Unternehmensgruppe, einen um 17 Prozent tieferen Umsatz von 6,2 Milliarden Dollar ausweisen. Zwar brach der Betriebsgewinn sogar um 23 Prozent ein, doch der Rückgang beim Reingewinn hielt sich mit sieben Prozent in Grenzen, die 1,34 Milliarden Dollar entsprechen immer noch einer saftigen Gewinnmarge von über 20 Prozent.

Wie die luxuriöse Konkurrenz litt auch der von Gabrielle «Coco» Chanel (1883–1971) vor etwas über 100 Jahren gegründete Konzern unter der schwachen Nachfrage in China sowie dem Rückgang der Verkäufe in Europa, hervorgerufen durch die Angst der Touristen vor weiteren terroristischen Anschlägen. Dennoch sei die langjährige Chanel-Chefin Maureen Chiquet (53), so wird in der Branche gemunkelt, von den Brüdern für einen Teil des Rückgangs verantwortlich gemacht worden. Ende Januar trat sie im Streit ­zurück. Genaues ist nicht bekannt – die Wertheimers sind für ihre Geheimniskrämerei berühmt-berüchtigt. Vorübergehend übernahm Alain, der in New York lebt, die Geschäftsführung. Gérard Wertheimer wohnt in Genf.

 

(Stand: Dezember 2016)

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