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Franz Julen

Franz Julen

Präsident Valora

Er müsse sich jetzt zurückhalten, wie er selber sagt. Die Sache hat etwas Absurdes: Ausgerechnet beim zur Transparenz gezwungenen – weil börsenkotierten – Handelskonzern Valora darf Franz Julen nicht mehr so offen übers Geschäft sprechen. In seinen 16 Jahren als Chef des Sportartikelverkäufers Intersport International plauderte der Walliser immer gerne über Marken, Sportler und Verkäufe. Als Valora-Präsident muss er jedes Wort auf die Goldwaage legen oder von der Pressestelle «absegnen» lassen. Schliesslich könnte jeder Nebensatz den Aktienkurs negativ beeinflussen. Ebenso schweigsam muss er bei seinem zweiten neuen Mandat im Beirat von Aldi Süd sein. Der deutsche Discountriese ist zwar nicht an der Börse, aber übers Geschäft wird trotzdem nur intern geplaudert. Das will nicht nur die Tradition so – das knallharte Discountgeschäft ist derart kompetitiv, dass jedes noch so kleine Informationsleck die Konkurrenz auf neue Ideen bringen könnte. Julens Beliebtheit in der Handelswelt gründet in seinem Erfolg als Intersport-Chef. Zwischen 2000 und 2016 trieb er die Einnahmen von fünf auf zwölf Milliarden Euro hoch. In der gleichen Zeit vervierfachte er die Anzahl Länder mit Intersport-Präsenz auf 65.

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