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Ellen und Michael Ringier

Familie Ringier

Das Printgeschäft schrumpft, dem Onlinejournalismus fehlt die Finanzierungsbasis. Das macht Michael Ringier (67) Sorgen, der den Medienkonzern nicht nur präsidiert, sondern mit seinen Schwestern Annette Ringier und Evelyn Lingg auch besitzt. Sorgen macht er sich aber nicht nur als Verleger: «Es ist ein riesiges gesellschaftliches Problem», sagt Ringier. «Der grösste Verleger ist heute Facebook – ohne einen einzigen Dollar in Journalismus zu investieren.» Journalismus bleibt für Ringier «zentral», er will damit weiterhin Geld verdienen. Die grossen Einkünfte kommen aber heute aus anderen Kanälen, insbesondere aus dem Kleinanzeigengeschäft, «einem der wenigen Geschäftsmodelle in der digitalen Welt, das erfolgreich und langfristig funktioniert».

Das Joint Venture Ringier Axel Springer Schweiz, das auch die BILANZ herausgibt, soll die Kosten senken, aber ebenso die «Kräfte für Innovationen bündeln». Und mit Admeira – dem Joint Venture mit Swisscom und SRG – hofft Ringier, einen Teil der digitalen Werbung in der Schweiz zu halten. «Heute gehen 50 bis 60 Prozent direkt in die USA. Wer glaubt, er könne als Einzelkämpfer gegen Google und Facebook antreten, hat nichts von der digitalen Welt verstanden.» Und noch ein Ziel hat Michael Ringier: Das Unternehmen soll in Familienbesitz bleiben. «Das möchte auch die nächste Generation.» Sein Neffe und Göttibueb Robin Lingg (37) hat als Geschäftsführer von Ringier Africa & Asia Fuss gefasst. Michael Ringier ist seit diesem Jahr Präsident des Vereins Kunsthalle Zürich. Das Präsidium der Stiftung des Fotomuseums in Winterthur hat er abgegeben.

 

(Stand: Dezember 2016)

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