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Urs Burkard, Vorstand der ehemailger Besitzerfamilie von Sika.

Familie Burkard

Nach dreieinhalb Jahren harten Ringens ging der Verkauf der Familienanteile am Bauchemiekonzern Sika plötzlich speditiv über die Bühne: Nachdem im Mai eine Lösung zwischen allen Beteiligten gefunden war, erhielt die Familie von der Käuferin Saint-Gobain 3,22 Milliarden Franken überwiesen. «Angesichts der zähen, langwierigen Auseinandersetzungen waren wir verblüfft, wie rasch der gordische Knoten gelöst war», sagt Urs Burkard (61), der sich auf einen letztinstanzlichen Gerichtsentscheid im Jahr 2019 eingestellt hatte.

Möglich machte es ein Kompromiss. Saint-Gobain legte auf den einst vereinbarten Kaufpreis ein Sechstel obendrauf. Zudem gaben die Franzosen einen Teil des Aktienpakets an Sika weiter und profitierten von einer schönen Prämie. Sika wiederum führte die Einheitsaktie ein. Damit ist das Kapitel der Sika-Stimmrechtsaktien beendet, mit denen die Familie mit rund 17 Prozent des Kapitals insgesamt etwa 53 Prozent der Aktienstimmen kontrolliert hatte.

Von Urgrossvater Kaspar Winkler 1910 gegründet, ist Sika zu einem Weltkonzern mit mehr als 18 000 Angestellten und über sechs Milliarden Franken Umsatz herangewachsen, den die Börse mit rund 20 Milliarden bewertet. Nun kann die vierte Generation über das Vermögen verfügen, das bislang in den Aktien gebunden war. Das sind für die fünf Geschwister je 640 Millionen Franken. Jedes der Geschwister sei daran, sich seine eigene Strategie zu erarbeiten, sagt Urs Burkard. Für den Verwaltungsrat seines Family Office hat er sich das Know-how von Freunden und Fachleuten seines Vertrauens gesichert.

(Stand: November 2018)

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