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Philippe Brenninkmeijer

Familie Brenninkmeijer

Die Angst vor unternehmerischem Scheitern scheint tief zu sitzen bei den gut fünfeinhalb Dutzend Teilhabern der Textilkette C&A, einer Tochter der Cofra Holding in Zug mit knapp 2000 Filialen in 21 Ländern und über 60 000 Mitarbeitenden. Wie sonst ist zu erklären, dass sich inmitten der Brenninkmeijers in fünfter und sechster Generation niemand findet, um den einst europaweit so dominanten, zuletzt arg knitterigen Kleiderkonzern aufzubügeln? Dass nämlich nach dem abrupten Abgang von Europachef Philippe Brenninkmeijer aus Zürich das neueste Managementmodell passt, den Rewe-Detailhandels-Altmeister Alain Caparros (61) für den überfälligen Turnaround im altbackenen C&A-Filialnetz Europas anzuheuern, bezweifeln Branchenkenner.

Speziell nach innen wirkt das Signal kontraproduktiv: Nach Brenninkmeijers Hausgesetz wäre der Rewe-Rentner Caparros bereits seit sechs Jahren ausgemustert. Für die Anteilseigner der Sippe ist schliesslich mit Mitte 50 Schluss im operativen Geschäft. Die Wahlschweizer Businesselite des C&A-Clans, etwa der 58-jährige Stanislaus (Stan) in Oberägeri ZG, Marcel (59) und Roland (56) in Meggen LU oder der Ex-Cofra-Holding-Herrscher Erik Brenninkmeijer (62), schied mit 55 Jahren aus Amt und Würden.
Hoffnungsschimmer gibt es jenseits von Nadel, Faden und Beton: Unter dem Konzerndach sorgt die Firmentochter Bregal Unternehmerkapital für Aufmerksamkeit. Die Gesellschaft kauft sich bei – bislang verborgen blühenden – Branchenführern ein und addiert mit mehr als 10 000 Beschäftigten bereits 1,3 Milliarden Euro Umsatz.

(Stand Dezember 2017)

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