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Chef von Oddo BHF im Gespräch

«Es gibt französische Kunden, die wegziehen wollen»

Philippe Oddo sorgt sich um seine Heimat, verrät seine Pläne für die Schweiz, und wie er der UBS eine Topfrau abluchste.

Holger Alich

<p>Philippe Oddo ist Grossaktionär und CEO der Privatbank Oddo BHF. </p>

Philippe Oddo ist Grossaktionär und CEO der Privatbank Oddo BHF. 

paolo dutto photographer

Der Banker Philippe Oddo ist ein ungewöhnlicher Vertreter seiner Zunft: Da ihm zwei Drittel des Bankhauses Oddo BHF gehören und die Bank nicht an der Börse ist, kann er frei sprechen. Und das gleich in mehreren Sprachen, unter anderem Deutsch. Seit der Übernahme der deutschen BHF Bank 2016 hat die familiengeführte Bank drei Heimatmärkte: Frankreich, Deutschland und die Schweiz.

Ungewöhnlich auch: Das Bankhaus mit 156 Milliarden Euro an verwaltetem Vermögen ist nicht nur in der Vermögensverwaltung, sondern auch im Firmenkundengeschäft und gar im Investmentbanking aktiv. Mit der Anstellung des UBS-Hotshots Simone Westerfeld als Vize-CEO ist Oddo jüngst ein Personalcoup gelungen. Zum Gespräch bittet der Banker standesgemäss in einen holzgetäfelten Speiseraum im Pariser Hauptsitz der Bank mit Blick auf die Madeleine.

Ihre Bank ist in Frankreich, Deutschland und in der Schweiz aktiv. Welches der drei Länder steckt Ihrer Meinung nach derzeit in den grössten Schwierigkeiten?

Da gibt es keine Zweifel, die Lage in Frankreich gibt am meisten Anlass zur Sorge. Das Verschuldungsniveau ist sehr hoch, und es wird zu wenig getan, um das Haushaltsdefizit zu senken. Zudem gibt es im Parlament derzeit keine Mehrheit, um nötige Reformen umzusetzen.

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Holger Alich
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