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Der Druck auf WEF-Chef Børge Brende wächst: Neue Enthüllungen zeigen, dass er den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein mehrfach traf.
WEF-Präsident und -CEO Børge Brende unter Druck: Nun hat der Norweger offenbar selber um eine Untersuchung zu seinen Epstein-Kontakten gebeten.
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Nach jüngsten Enthüllungen zur Bekanntschaft mit dem verurteilten Pädophilen Jeffrey Epstein (1953-2019) wächst der Druck auf Børge Brende (60), Präsident und CEO des Weltwirtschaftsforums (WEF).
Als Reaktion auf Enthüllungen der letzten Tage unterstrich Brende am Mittwoch nochmals seine Version, er habe über Epsteins Vergangenheit und seine kriminellen Aktivitäten nichts gewusst. «Hätte ich seinen Hintergrund gekannt, hätte ich die erste Einladung von Rød-Larsen und eventuelle weitere Einladungen zum Abendessen oder andere Kontakte abgelehnt», schrieb Brende der norwegischen Wirtschaftszeitung «Dagens Næringsliv». Terje Rød-Larsen (78) ist ein ehemaliger norwegischer Diplomat und Politiker.
Epstein-Akten decken auf, dass Brende den verurteilten Sexualstraftäter 2018 und 2019 mindestens dreimal traf. Epstein war am 6. Juli 2019 erneut verhaftet worden – dies nach seiner ersten Verhaftung 2006 und anschliessender Verurteilung. Am 10. August 2019 starb Epstein in einer New Yorker Zelle – angeblich durch Suizid.
Brende gibt zu, «dass ich Epsteins Geschichte gründlicher hätte recherchieren können, und ich bereue, dass ich dies nicht getan habe», so der Norweger.
Wie die «NZZ» meldete, hat das WEF inzwischen Ermittlungen zu seinem CEO und dessen Epstein-Kontakten eingeleitet. Es ist unklar, ob diese Untersuchungen auf Bitte von Brede zustande kamen. Er jedenfalls sagt:
«Ich werde aus dieser Erfahrung lernen und freue mich auf die bevorstehende unabhängige Überprüfung, um die ich gebeten habe.» Das WEF bestätigte lediglich: «Momentan werden weder das WEF noch Børge Brende weitere Stellungnahmen abgeben, bis die unabhängige Überprüfung durch externe Rechtsberater abgeschlossen ist.»
Brende betonte gleichentags in seinen Ausführungen an die Zeitung «Dagens Næringsliv», dass er 2018 während eines Besuchs in New York eine Einladung vom ehemaligen norwegischen Uno-Sonderbeauftragten für den Nahen Osten und Nordafrika, Rød-Larsen, erhalten habe. Rød-Larsen habe ihn zu einem Abendessen mit einer Person eingeladen, die ihm als amerikanischer Investor vorgestellt wurde: Jeffrey Epstein.
«An diesem Abendessen», so Brende, «nahmen mehrere andere Führungskräfte teil. Im folgenden Jahr nahm ich an zwei ähnlichen Abendessen mit Epstein teil. Diese Abendessen sowie E-Mails und SMS waren der Umfang meiner Interaktionen mit ihm.»
Im Juni 2019 war es in Genf zu einem letzten Treffen zwischen Brende und Epstein gekommen. Epstein schickte ihm kurz darauf per E-Mail ein Foto einer Frau, auf das Brende erwiderte: «Ich hatte Recht, nicht wahr? Ein Riesenspass.» Der Kontakt brach am 30. Juni 2019 ab, eine Woche vor Epsteins Verhaftung. Es ist unklar, um welche Frau es sich auf dem Foto handelte, und weshalb Epstein das Bild mit Brende teilte.
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Dieser Artikel erschien zuerst bei Blick.
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