1. Home
  2. People
  3. «Wie Feuer und Eis»: Darum zieht sich Ex-Patron Schneider bei Breitling zurück

Uhrenindustrie 
Breitling: «Kern und Schneider sind wie Feuer und Eis»

Georges Kern, chief executive officer of Breitling SA
Georges Kern: Der jetzige Breitling- Chef konnte nicht mit seinem Vorgänger Theddy Schneider.Quelle: Bloomberg via Getty Images

Warum der frühere Patron Theddy Schneider seine letzten 20 Prozent an der Uhrenfirma verkauft hat.

Marc Kowalsky
Von Marc Kowalsky
21.12.2018

Es war eine Überraschung, als die britische Private-Equity-Gesellschaft CVC im April 2017 den Kauf von Breitling bekannt gab, einer der letzten Uhrenmanufakturen in Familienbesitz. Der bisherige Eigner und Patron Théodore «Theddy» Schneider sollte mit 20 Prozent beteiligt bleiben. Er hatte die Firma 1998 von Vater Ernest Schneider übernommen und auf geschätzte 400 Millionen Franken Umsatz wachsen lassen.

Anzeige

Im November hat Schneider nun auch die letzten 20 Prozent an CVC verkauft. Der Grund dafür ist menschlicher Natur: Schneider konnte nicht mit Georges Kern, dem von CVC eingesetzten neuen CEO.

President and CEO of Breitling SA Theodore Schneider (L) and David Beckham attend a commerical event on June 12, 2014 in Beijng, China
Théodore «Theddy» Schneider zusammen mit David Beckham.
Quelle: 2014 ChinaFotoPress

«Es hat nicht funktioniert zwischen den beiden»

«Die beiden sind wie Feuer und Eis», sagt ein Vertrauter von Schneider. «Es hat nicht funktioniert zwischen den beiden», bestätigt eine Quelle im Umfeld von Breitling. Schneider gilt ebenso wie Kern als starker Charakter.

2017 wurde der Wert Breitlings auf 870 Millionen Franken geschätzt, über den jetzigen Preis ist nichts bekannt. Schneider, so hört man, will sich nun philanthropischen Projekten widmen. Ex-IWC-Chef Kern ist an Breitling mit fünf Prozent beteiligt. Er soll die Fliegeruhren-Marke breiter aufstellen.

Mehr zum Thema lesen Sie in der neuen BILANZ, erhältlich am Kiosk oder mit Abo bequem im Briefkasten.