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Michael Buscher: Ungebremst

Ex-Oerlikon-Chef Michael Buscher steht vor dem Wechsel zum deutschen Milliardenkonzern Knorr-Bremse.

Marc Kowalsky

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Wunschnachfolger bei Knorr-Bremse: Michael Buscher. RMS

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Mitte MΓ€rz warf Michael Buscher nach einem Streit mit VR-PrΓ€sident Tim Summers das Handtuch bei OC Oerlikon, dem drittgrΓΆssten Schweizer Industriekonzern. Β«Er wird wohl bald eine neue Position findenΒ», hiess es damals aus Konzernkreisen. Nun ist klar, wohin es ihn zieht: Buscher steht vor dem Wechsel zum MΓΌnchner Industriekonzern Knorr-Bremse. Dort soll er Vorstandschef werden.
FΓΌr den Doktor der Elektrotechnik ein Aufstieg: Knorr, einer der weltgrΓΆssten Anbieter von Bremssystemen fΓΌr Schienen- und Nutzfahrzeuge, setzte letztes Jahr mit 19 120 Mitarbeitern 4,3 Milliarden Euro um. Buscher amtet seit letztem MΓ€rz bereits als Aufsichtsrat des Konzerns. Im Gremium sitzt auch Manfred Wennemer, der gerade zum PrΓ€sidenten von Sulzer gewΓ€hlt wurde – jenem Schweizer Industriebetrieb also, der ebenso wie OC Oerlikon vom russischen Oligarchen Viktor Vekselberg und von dessen Beteiligungsgesellschaft Renova dominiert wird.
Vekselbergs Schweizer Statthalter Vladimir Kuznetsov hΓ€tte Buscher gerne in den eigenen Reihen behalten und bot dem 48-jΓ€hrigen Deutschen entsprechende Jobs an. Doch der Ruf aus MΓΌnchen war stΓ€rker – besonders jener von Heinz Hermann Thiele, EigentΓΌmer von Knorr-Bremse. Mit einem VermΓΆgen von rund sechs Milliarden Dollar belegt Thiele (72) Platz 189 auf der Β«ForbesΒ»-Liste der reichsten Menschen der Welt.

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22 Jahre lang leitete Thiele selber den Konzern, wechselte 2006 dann ins AufsichtsratsprΓ€sidium und installierte den Vertrauten Raimund Klinkner als operativen Chef. Der verliess das Unternehmen im Oktober 2011 im Streit. Seither wird der Industriekonzern interimistisch vom Finanzchef Lorenz Zwingmann gefΓΌhrt. Thiele hΓ€lt grosse StΓΌcke auf Buscher und sieht ihn schon seit lΓ€ngerem als Wunschnachfolger. Die Personalie soll Mitte April offiziell gemacht werden. Buscher selber wollte sich zu seinem Wechsel nicht Γ€ussern.

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