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Kowalskys Crash Test: Zick. Zack. Zick. Zack.

Zuletzt war Samsung bei den Smartphones auf Irrfahrt. Das neue S7 soll den Giganten wieder auf Kurs bringen.

Marc Kowalsky

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Im Crash Test: Das Samsung Galaxy S7 Edge. Keystone RMS

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Der weltgrΓΆsste Smartphone-Hersteller Samsung verfolgt mit seiner Flaggschifflinie Galaxy S einen Zickzackkurs, der mich irritiert, der aber erfolgreich zu sein scheint (sonst wΓ€re Samsung nicht der weltgrΓΆsste Smartphone-Hersteller): Lange Zeit versuchte sich die Firma mit Spielereien zu profilieren. Scrollen durch Augenbewegung etwa, filmen mit beiden Kameras gleichzeitig oder Gestensteuerung – Funktionen, die bei der Demonstration im Verkaufsraum gut aussehen, die dann aber kaum ein Mensch verwendet.
Mit der fΓΌnften Generation des Galaxy S kamen tatsΓ€chlich praktische Features: Das wasserdichte GehΓ€use etwa, der Fingerabdruckscanner oder der Ultra-Energiesparmodus. Beim S6 vor einem Jahr warf Samsung vieles davon wieder ΓΌber Bord (etwa den Speicherkartenslot, den austauschbaren Akku oder das wasserdichte GehΓ€use) im Bestreben, sich dem Design des iPhone anzunΓ€hern.

Der nΓ€chste Zack

Zick, zack, zick – jetzt kommt Samsungs nΓ€chster Zack. Beim neuen Flaggschiff Galaxy S7 ist das GehΓ€use wieder wasser- und staubdicht. Auch der Steckplatz fΓΌr Speicherkarten ist zurΓΌck. Ein RΓΌckfall in die alten Plastikzeiten bedeutet das S7 aber nicht: Das Chassis besteht aus Aluminium und Gorilla-Glas, ist auffallend flach und macht einen wertigen Eindruck. Der 5,5-Zoll-Bildschirm ist – wie ΓΌblich bei Samsung – hervorragend und biegt sich – wie ΓΌblich bei den Edge-Modellen – ΓΌber beide Ecken nach unten, wo sich Apps fΓΌr den Schnellzugriff platzieren lassen. Auch der Fingerabdrucksensor arbeitet schnell und zuverlΓ€ssig.

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Die AuflΓΆsung der Kamera wurde reduziert von 16 auf 12 Megapixel. Was wie ein weiterer Zick aussieht, kommt tatsΓ€chlich der BildqualitΓ€t zugute: So kann der Kamerachip viel mehr Licht einfangen, die Blende entspricht f/1.7. Endlich gibt es auch einen Bildstabilisator, und der Autofokus arbeitet rasend schnell. Insgesamt ist die FotoqualitΓ€t beeindruckend.

Banal, aber sehr praktisch

Eine weitere Neuerung ist banal, aber sehr praktisch: Der Bildschirm zeigt auch im Ruhezustand die Uhrzeit oder den Kalender an. Im Stromverbrauch schlΓ€gt sich das nicht nennenswert nieder. Als ich nach zwei Wochen Test zu meinem iPhone zurΓΌckgekehrt bin, habe ich diese Funktion vermisst.
Die Batterie reicht fΓΌr eineinhalb Tage und ist in Windeseile wieder aufgeladen – eine halbe Stunde am Stecker bringt 50 Prozent der LadekapazitΓ€t. Leider aber kΓΆnnen Sie den Akku wie beim VorgΓ€nger nicht austauschen. Und fΓΌr den Datentransfer stellt das S7 nur eine veraltete USB-2.0-Schnittstelle zur VerfΓΌgung. Da kann Samsung noch einen Zack(en) zulegen.
Fazit: Mit dem Galaxy S7 betreibt Samsung Wiedergutmachung: Die meisten Verschlimmbesserungen des VorgΓ€ngers sind korrigiert. Das S7 ist eines der besten Android-Handys.

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Samsung Galaxy S7 Edge
Info: www.samsung.ch
Preis: 819 Franken

Bewertung: β˜…β˜…β˜…β˜…β˜†
β˜… Technoschrott β˜…β˜… verzichtbar β˜…β˜…β˜… nice to have β˜…β˜…β˜…β˜… cool β˜…β˜…β˜…β˜…β˜… wegweisend
Marc Kowalsky (45) ist ein Early Digital Immigrant: Seit 30 Jahren fΓΌhlt er den neusten IT-Produkten auf den Zahn.

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