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Kowalskys Crash Test: Samsung Galaxy Tab

Mit dem Samsung Galaxy Tab kommt der erste ernthafte Herausforderer des iPads auf den Markt.

Marc Kowalsky

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Ich muss zugeben, dass ich das iPad anfangs unterschΓ€tzt habe. Zu gross schien selbst fΓΌr Apple-MassstΓ€be der Hype, der um den Tabletrechner veranstaltet wurde, zu eingeschrΓ€nkt die Tauglichkeit im Businessalltag, zu sehr drohte das Ding nur ein aufgeblasenes iPhone zu sein, mit dem man nicht einmal telefonieren kann. Doch zunehmend schleicht sich der Flachcomputer in mein Leben – als Nabelschnur zum Internet wΓ€hrend Sitzungen, als Zeitvertreib im Flieger, gar als Notebookersatz auf Kurzreisen. Trotz allen SchwΓ€chen, die das GerΓ€t hat. Auch diese Kolumne tippe ich im Zug auf dem iPad.

Stolze neun Monate hat es gedauert, bis mit dem Samsung Galaxy Tab nun endlich ein Herausforderer auf den Markt getreten ist. Samsung setzt auf das offene Betriebssystem Android von Google – dieses bietet derzeit zwar nur halb so viele Anwendungen wie Apple, holt aber rasch auf. Das Galaxy ist halb so gross wie das iPad und lΓ€sst sich damit auch bequem in einer Hand halten. Der Bildschirm misst 7 Zoll statt 9,7, womit man aber immer noch gut arbeiten kann. Vor allem: Das GerΓ€t passt durch die kleinen Ausmasse – knapp, aber immerhin – in die Innentasche eines Jacketts. Dieses allerdings droht Schlagseite zu bekommen: Die 380 Gramm Gewicht (dreimal so viel wie ein Handy, halb so viel wie ein iPad) ziehen spΓΌrbar Richtung Erdmittelpunkt. Das etwas zu dick geratene PlastikgehΓ€use wirkt zwar nicht billig, aber auch nicht so stylish wie das Aluminiumchassis des Vorbilds. DafΓΌr bietet das Galaxy Tab fast alles, was man beim iPad vermisst: die UnterstΓΌtzung von Flash, zwei Kameras, einen Platz fΓΌr externe Speicherkarten. Sogar telefonieren kann man damit, auch wenn es ziemlich bescheuert aussieht, ein so grosses GerΓ€t ans Ohr zu halten (eine Freisprechgarnitur senkt den Peinlichkeitsfaktor betrΓ€chtlich). Was mich stΓΆrt: Die Prozessorpower ist etwas knapp bemessen, Videos ruckeln deshalb gelegentlich. Und preislich ist Samsung noch unverschΓ€mter als Apple.

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Fazit: Das Galaxy ist eine brauchbare Alternative zum iPad. Andere, auch gΓΌnsΒ­tigere, werden folgen – die Welle der Tablets rollt erst an.

  • Produkt: Samsung Galaxy Tab
  • Infos: www.samsung.com/
  • Preis: 999 Franken
  • ErhΓ€ltlich: ab Ende Oktober
  • Bewertung: cool

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