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Kowalskys Crash Test: Pimp My Smartphone

Die Aufsteckkamera DxO One verspricht, Ihr iPhone auf das Niveau einer Spiegelreflexkamera anzuheben.

Marc Kowalsky

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Die Aufsteckkamera DxO One im Crash Test.Β Β Gerry Nitsch RMS

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Das erste Kamerahandy kam 2002 in Europa auf den Markt. Das Nokia 7650 hatte eine AuflΓΆsung von 0,3 Megapixeln, keinen Blitz oder Zoom, die Fotos rauschten stark. Ich erinnere mich noch, wie der damalige Nokia-Chef Jorma Ollila bei der PrΓ€sentation sagte, bald werde die ganze Welt mit Handys fotografieren. Ich hielt ihn fΓΌr nicht ganz dicht.
Seither ist der Kameramarkt kollabiert. Jedes durchschnittliche Smartphone liefert heutzutage eine mindestens semiprofessionelle BildqualitΓ€t. Doch da geht noch mehr.

Unbekannter Hersteller ΓΌberall drin

Die DxO One ist eine Aufsteckkamera, die Ihrem iPhone zu SpiegelreflexqualitΓ€t verhelfen soll. DxO? Der franzΓΆsische Hersteller sagt Ihnen mΓΆglicherweise nichts, aber seine Software zur Bildkorrektur steckt in weltweit 300 Millionen Kameras und Smartphones.
Die One ist wunderbar klein und passt in jede Hemd- oder Hosentasche. Sie verfΓΌgt ΓΌber einen Bildsensor von einem Zoll GrΓΆsse – zweieinhalb mal so viel wie beim Fotochip des iPhones. Dazu kommt ein sehr lichtstarkes Objektiv (Anfangsblende f/1.8) mit 32 Millimeter Brennweite. Die AuflΓΆsung betrΓ€gt 20,2 Megapixel – damit kann man was anfangen. Zoom und Serienfeuer fehlen.
Das GerΓ€t wird am Lightning Port des iPhones angesteckt und lΓ€sst sich dort um 60 Grad in jede Richtung drehen – sehr praktisch, um den Aufnahmewinkel zu variieren. Allerdings braucht es immer ein paar Sekunden, bis die One ins Handy gesteckt, dieses entsperrt und die DxO-eigene App aufgestartet ist – zu viel fΓΌr SchnappschΓΌsse. Auch der Autofokus pumpt manchmal zu lange.

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Bilder wissen zu ΓΌberzeugen, anderes weniger

Die ΓΌblichen Parameter von Blende bis Belichtungszeit (maximal 15 Sekunden!) kΓΆnnen Sie manuell einstellen, hinzu kommen – nur – vier Motivprogramme. Bilder werden im RAW-Modus auf einer SD-Karte abgelegt und lassen sich so professionell weiterverarbeiten; zudem wandert eine JPEG-Kopie in den Bildspeicher des iPhones, was etwa das Mailen oder das Teilen auf Social Media sehr vereinfacht.
Das Ergebnis ΓΌberzeugt: Die Bilder sind detailreich, farbtreu und rauscharm. EnttΓ€uschend ist die Video-AuflΓΆsung: Nur HD, kein 4K – da kann das neue iPhone 6S mehr. Die Batterie ist nicht austauschbar und war bei mir schon nach gut 100 Fotos platt. Die Firmware ist nicht ganz ausgereift, bisweilen stΓΌrzt die Kamera ab und muss dann mit einer BΓΌroklammer zurΓΌckgesetzt werden. Eine Android-Version der DxO One gibt es ΓΌbrigens nicht.
Fazit: Ja, der Unterschied in der BildqualitΓ€t ist augenfΓ€llig. Aber die DxO One hat mir zu viele SchwΓ€chen. Und fΓΌr weniger Geld bekommt man auch Kompaktkameras wie die Sony RX100 III oder die Canon G7C, die kaum grΓΆsser sind, aber praktischer – und deutlich mehr kΓΆnnen.
DxO One
Infos: www.dxo.com
ErhΓ€ltlich: im Fachhandel
Preis: Fr. 659.90


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Bewertung: β˜…β˜…β˜†β˜†β˜†
β˜… Technoschrottβ€‚β˜…β˜… verzichtbarβ€‚β˜…β˜…β˜… nice to haveβ€‚β˜…β˜…β˜…β˜… coolβ€‚β˜…β˜…β˜…β˜…β˜… wegweisend

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