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Hightech und Luxusausstattung bekommen jetzt auch in Kompaktwagen. Der neue Audi A3 folgt konsequent diesem Trend. Das hat seinen Preis.
Michael Rehsche
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Die dritte Generation des Audi A3 rollt in den nΓ€chsten Tagen zu den HΓ€ndlern. Vorerst als ZweitΓΌrer mit Steilheck und Heckklappe. Das Modell mit vier TΓΌren folgt als Sportback nΓ€chstes Jahr, ebenso ein Cabriolet. Als 1996 der erste A3 lanciert wurde, galt unter den ΒAutomanagern allgemein noch die Devise, dass sich Β«dort untenΒ», also in der Kompakt- und Kleinwagenklasse, wenig bis nichts verdienen lΓ€sst. Aber die VW-Tochter aus Ingolstadt wollte Β«dort untenΒ» dennoch PrΓ€senz markieren.
Β«Dort untenΒ» ist in den Βletzten Jahren zudem ein veritabler Dreikampf entbrannt. Audi, BMW mit der 1er-Reihe und Mercedes mit der vΓΆllig neuen A-Klasse bedrΓ€ngen sich gegenseitig. Β«Klein, aber feinΒ» heisst die Devise. Dass es so weit Βgekommen ist, geht auf die ΒAhnung der Hersteller zurΓΌck, dass aufgrund steigender Benzinpreise Kompakt- und Kleinwagen stΓ€rker gefragt sein wΓΌrden.
Eines haben die Kompakten der drei deutschen Hersteller, die sonst vor allem durch grΓΆssere, teurere Autos von sich Βreden machen, gemeinsam: Billig sind sie nicht. Das hat Trio etwas etabliert, was sonst gerne mit dem Ausdruck Premium bedacht wird.
Das verpflichtet, und so steht der neue Audi A3, wie seine direkten Konkurrenten, fΓΌr den Trend, selbst kleineren Modellen mΓΆglich viel Hightech einzupflanzen β Komponenten, die bisher hauptsΓ€chlich in der Oberklasse zu finden waren. Dazu einige Beispiele: In jedem A3-Modell ist eine Start-Stopp-Automatik serienmΓ€ssig eingebaut. Sie riegelt beim Anhalten den Motor automatisch ab, beim Anfahren setzt sie ihn wieder in Betrieb. Damit wird erheblich Treibstoff gespart.
Den Spritverbrauch zusΓ€tzlich nach unten drΓΌckt die Leichtbauweise, eine Kombination aus Aluminium und hochfesten StΓ€hlen. Ergebnis: Die neuen Modelle sind um 80 Kilogramm leichter als ihre VorgΓ€nger. Hinzu kommt eine technische Premiere, ebenfalls wieder mit dem Ziel, den Verbrauch mΓΆglichst gering zu halten. Zwei Zylinder schalten sich automatisch ab, und das in einem Aggregat mit lediglich vier Β«TΓΆpfenΒ». Diese Sparversion wird jedoch wahrscheinlich erst 2013 auf dem Markt erhΓ€ltlich sein.
Drei Motoren stehen der Kundschaft zu Beginn der MarkteinfΓΌhrung zur Auswahl. Im preislich gΓΌnstigsten Modell sorgt ein 1,4-Liter-Benziner (122 PS, Sechs-Gang-Schaltgetriebe) bereits fΓΌr ordentlich Vortrieb. Kostenpunkt: 31400 Franken. ErgΓ€nzt wird das Angebot an neuen A3 mit einem 1,8-Liter-Benziner, welcher es auf Βrespektable 180 PS Leistung bringt. Sein 7-Stufen-S-tronic-Doppelkupplungs-Getriebe gehΓΆrt in den Hightech-Bereich. Der Grundpreis liegt hier bereits bei 37700 Franken. Zum neu eingefΓΌhrten Trio von Audi gehΓΆrt noch ein Zweiliter-Diesel ΒΒ (150 PS; 35750 Franken) mit Sechsgang-Schaltgetriebe.
Im November folgt eine besonders sparsame Version mit 1,6-Liter-DieselΒmotor. Kostenpunkt 31650 Franken. Ihr Verbrauch wird vom Werk mit lediglich 3,8 Liter/100 km angegeben; die COβ-Emission, um die sich im Moment fast Βalles dreht, soll knapp unter 100 Gramm pro Kilometer liegen.
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Neben der ausgetΓΌftelten Technik fΓΌr Antrieb und Fahrwerk, dessen DΓ€mpfung sich ΓΌber fΓΌnf Stufen regulieren lΓ€sst (Option), haben die Audi-Ingenieure dem Innenraum grosΒse Beachtung geschenkt, natΓΌrlich immer mit dem Premium-Gedanken im Hinterkopf. DafΓΌr ebenfalls ein Beispiel: Der Bildschirm fΓΌr das NavigaΒtionssystem, auf welchem auch ΒDaten ΓΌber den aktuellen Fahrzeugzustand abzulesen sind, ist hauchdΓΌnn, lΓ€sst sich in den ArmaΒturentrΓ€ger einfahren und ist Βeinem iPad nachempfunden. Noch kein Konkurrent hat auf diesem Gebiet Γhnliches zu bieten.
Hingegen ist das Karosseriedesign von Fachleuten teilweise harsch kritisiert worden. Zugegeben, Design ist GeschmackΒsache. Doch wer Β«dort untenΒ» richtig auftrumpfen will, und auch entsprechende Preise verlangt, von dem darf erwartet werden, dass er sich etwas mehr einfallen lΓ€sst. Ansonsten aber ist der neue A3 eine gelungene Sache. Man darf gespannt sein, wie der Dreikampf mit BMW und Mercedes ausgeht.
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