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Die ersten Ford Mustang galoppieren in die Schweiz

Erstmals verkauft Ford den Mustang im Ausland. Die ersten Export-Exemplare haben nun das Werk in den USA verlassen. Im Sommer kommen sie in die Schweiz.

Marc Iseli Handelszeitung

Marc Iseli

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Zum 50. Geburtstag des legendΓ€ren Pony-Cars hatte Ford angekΓΌndigt, den amerikanischen Zaun um den Mustang nieder zu reissen und das Kult-Auto in die Welt galoppieren zu lassen. Am Dienstag verkΓΌndete Ford Schweiz die offiziellen Schweizer Verkaufspreise: Die 2,3-Liter-Ecoboost-Variante kommt ab 38'000 Franken in den Handel; der krΓ€ftigere 5,0-Liter-V8-Motor ist ab 43'000 Franken erhΓ€ltlich.

Die Preise sind vorerst fix, obschon Ford Schweiz am Mittwoch angekΓΌndigt hat, dass wegen dem starken Franken per sofort eine Euro-PrΓ€mie eingefΓΌhrt werde. Schweizer Kunden kΓΆnnen bei Kleinwagen von einem Rabatt in HΓΆhe von 1500 Franken profitieren. Bei grΓΆsseren Fahrzeugen kann sogar mit einem Nachlass von bis zu 4000 Franken gerechnet werden. Die Mustang-Preise bleiben davon aber unberΓΌhrt, sagt Pressesprecher Kaspar Haffner.

Produktion fΓΌr Asien ist angelaufen

Am Dienstag wurden aber nicht nur die Preise verΓΆffentlicht. Die ersten fΓΌr den Export bestimmten Fahrzeuge haben das Ford Werk nahe Detroit in Flat Rock, Michigan, verlassen. Die Lieferung geht nach Asien. Mit der Produktion fΓΌr Europa werde erst im Mai oder Juni begonnen, fΓΌhrt Haffner aus.

Die ersten Modelle werden demnach wie versprochen im SpΓ€tsommer im europΓ€ischen und schweizerischen Handel sein. Damit wird das Wildpferd unter den Sportwagen zum ersten Mal in seiner ΓΌber 50-jΓ€hrigen Historie in mehr als 100 LΓ€ndern offiziell vertrieben.

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Minus 13 Prozent in der Schweiz

Der amerikanische Autobauer setzt grosse Hoffnungen in das Kult-Auto. Das GeschΓ€ft entwickelte sich 2014 eher schwach. In Europa, Fords wichtigstem Auslandsabsatzmarkt, rutschten die Amerikaner zuletzt wieder in die roten Zahlen. Sie verloren 439 Millionen Dollar. Davor resultierte nach langer Durststrecke erstmals wieder ein kleiner Gewinn. Aber nicht nur in Europa, auch insgesamt lief es schleppender.

Das GeschΓ€ft in der Schweiz war keine Ausnahme. Im letzten Jahr brachen die Absatzzahlen des US-Autobauers ein. 2014 verkaufte Ford 13 Prozent weniger Neuwagen. Damit halten die Amerikaner, zusammen mit dem franzΓΆsischen Hersteller Renault, den Negativrekord. Die Daimler-Marke Mercedes-Benz und die VW-Tochter Skoda konnten im gleichen Zeitraum dagegen um fast 10 und 9 Prozent zulegen.

Branche unter Konsolidierungsdruck

SchwÀche kann sich derzeit aber kein Autobauer leisten. In der Branche herrscht ein grosser Konsolidierungsdruck. Im letzten Jahr fusionierte beispielsweise das italienische Traditionshaus Fiat mit dem US-Konzern Chrysler. Und die Ratingagentur Fitch rechnet mit weiteren Fusionen und Übernahmen.

Auch wenn die Zahl der grossen, globalen Anbieter im Vergleich zu anderen Branchen bereits begrenzt erscheine, dΓΌrfte sich der Automobilsektor weltweit weiter konsolidieren, heisst es in einer kΓΌrzlich publizierten Studie. Haupttreiber der Konsolidierung sei der hΓΆhere Bedarf, Investitionen und Entwicklungskosten zu teilen und sich weiter zu diversifizieren. FΓΌr schwΓ€chere Hersteller kΓΆnnte dieser Schritt langfristig unausweichlich sein, um zu ΓΌberleben.

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Unsere Schwesterpublikation Autobild ist den neuen Mustang bereits gefahren. Sie berichtet unter anderem von einem hoffnungslos unvernΓΌnftigen und absolut pubertΓ€ren Spass, der nicht nur sΓΌchtig macht, sondern auch fΓΌr ein breites Grinsen im Gesicht der ReifenhΓ€ndler sorgt.

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