Das ist das Machtnetz von Beat Hess
Als neuer VR-Präsident von LafargeHolcim muss Beat Hess Synergien heben, Portfolio und Organisation straffen, Kosten senken, das Kapital richtig einsetzen. Das sind seine Freunde und Gegenspieler.

Freundschaftlich verbunden ist Hess weiterhin mit Pius Baschera, VR-Präsident bei Hilti und VR bei Roche und Schindler…

Freundschaftlich verbunden ist Hess weiterhin mit Pius Baschera, VR-Präsident bei Hilti und VR bei Roche und Schindler…
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…sowie mit Renato Fassbind, zu gemeinsamen ABB-Zeiten dort Finanzchef und heute VR bei Swiss Re sowie zusammen mit Hess bei Nestlé.

…sowie mit Renato Fassbind, zu gemeinsamen ABB-Zeiten dort Finanzchef und heute VR bei Swiss Re sowie zusammen mit Hess bei Nestlé.

Die Gegenspieler:Für einen Juristen hat Hess bemerkenswert wenig Feinde. Epische Schlachten lieferte er sich jedoch mit US-Anwälten. Bei der Asbest-Sammelklage gegen ABB 2001 etwa mit Joe Rice, Gründer der Kanzlei Motley Rice. Dieser kam mit Gulfstream IV, Goldkette und offenem Hemd nach Zürich. Damit ihn Hess empfangen durfte, musste ABB erst einmal 20 Millionen Dollar auf den Tisch legen.

Die Gegenspieler:Für einen Juristen hat Hess bemerkenswert wenig Feinde. Epische Schlachten lieferte er sich jedoch mit US-Anwälten. Bei der Asbest-Sammelklage gegen ABB 2001 etwa mit Joe Rice, Gründer der Kanzlei Motley Rice. Dieser kam mit Gulfstream IV, Goldkette und offenem Hemd nach Zürich. Damit ihn Hess empfangen durfte, musste ABB erst einmal 20 Millionen Dollar auf den Tisch legen.

Von ähnlichem Kaliber war Stanley Bernstein von Bernstein Liebhard LLP, der 2004 die Sammelklage gegen Shell wegen zu hoch deklarierter Erdölreserven anführte. Nach langen Verhandlungen legte ihm Hess einen Kompromissvorschlag auf den Tisch mit den Worten: «Entweder Sie akzeptieren jetzt und können sich Ihren Traum einer Villa in Palm Beach erfüllen, oder Ihre Enkel bekommen eines Tages Geld von Shell – vielleicht!» Bernstein akzeptierte.

Von ähnlichem Kaliber war Stanley Bernstein von Bernstein Liebhard LLP, der 2004 die Sammelklage gegen Shell wegen zu hoch deklarierter Erdölreserven anführte. Nach langen Verhandlungen legte ihm Hess einen Kompromissvorschlag auf den Tisch mit den Worten: «Entweder Sie akzeptieren jetzt und können sich Ihren Traum einer Villa in Palm Beach erfüllen, oder Ihre Enkel bekommen eines Tages Geld von Shell – vielleicht!» Bernstein akzeptierte.

Als VR musste Hess auch Sonova wegen mangelhafter Hörgeräte gegen eine Sammelklage verteidigen; Gegenspieler war damals Paul Schachter von Schachter, Hendy & Johnson. Mit seinen Erfahrungen bei ABB und Shell bekam Hess die Klage schnell vom Tisch. Bilder: Keystone/PR

Als VR musste Hess auch Sonova wegen mangelhafter Hörgeräte gegen eine Sammelklage verteidigen; Gegenspieler war damals Paul Schachter von Schachter, Hendy & Johnson. Mit seinen Erfahrungen bei ABB und Shell bekam Hess die Klage schnell vom Tisch. Bilder: Keystone/PR