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Weltmarkt 
Markt erhält etwas Farbe

Fahrerhauswerk von Volvo im schwedischen Umeå

Der Absatz von mittelschweren Nutzfahrzeugen wird 2013 nur mässig zunehmen. Ein Anziehen der Nachfrage wird am ehesten in den BRIC-Staaten und in einzelnen Schwellenländern erwartet.

Von Kurt Bahnmüller
29.05.2013

2012 war weltweit kein gutes Jahr für die Nutzfahrzeughersteller (siehe Seite 51). Hoffnungen hegen die grossen Marken hingegen für das laufende Jahr, welches nach Ansicht des international tätigen Beratungsunternehmens Frost & Sullivan besser verlaufen soll als 2012. Die Branchenanalysten rechnen mit einer Wachstumsrate von immerhin 4,3 Prozent. Der Abschwung in Europa und die mässige Nachfrage nach Nutzfahrzeugen in Nordamerika würden weit­gehend durch das solide Wachstum in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie weiteren Weltmärkten ausgeglichen, weshalb der globale Absatz von mittelschweren Nutzfahrzeugen in diesem Jahr bei 2,8 Millionen liegen dürfte, wird prognostiziert. Laut der Studie von Frost & Sullivan zum Weltmarkt für ­mittelschwere Nutzfahrzeuge werden Produktionsplattformen für Nutzfahrzeuge und die Integration von Spit­zen­tech­nologie, einschliesslich der Bereiche Antrieb, Sicherheit, Telematik und ­Fahrerhauskonstruktion, 2013 zu einem deutlichen Wachstum führen.

Der Weltmarkt für Günstig-Last­wagen, als für Low-Cost Trucks, dürfte mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 8,6 Prozent von 2009 bis 2017 weiterhin für starkes Wachstum sorgen. Obwohl von einer verbesserten Wirtschaftslage auszugehen ist, herrscht verhaltener Optimismus unter den Original Equipment ­Manufacturers (OEM) für Nutzfahrzeuge in den Triade-Märkten Nordamerika, Europa und Japan. Die Studie hat er­geben, dass viele dieser Branchen-Erstausrüster sich nicht nur weiterhin stark auf die wachsenden BRIC-Märkte Brasilien, Russland, Indien und China fokussieren, sondern auch in die afrikanischen Märkte expandieren, während sie zeitgleich moderne Technologien auf ihren Heimatmärkten einführen.

Die nächste Herausforderung für Nutzfahrzeuge wird der Fokus auf mehr Spitzentechnologien sein, um die Grundlage für die nächste Generation intelligenter Nutzfahrzeuge zu schaffen, insbesondere in den Regionen Nordame­rika, Europa und Asien-Pazifik. OEM in Nordamerika und Europa setzen in ­diesen Märkten ihren Schwerpunkt auf «weiche Technologien» wie Telematik, Fahrerhausbau und Sicherheitstechnologien, wohingegen asiatische OEM die Erstellung von Antriebstechnologien stärker betonen, die den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und auf Treib­stoffeffizienz abstellen. «Insgesamt dürften fortschrittliche Technologien wie Erdgasantrieb, integrierte Sicherheitstechnologien, Impulsgeber für Gesundheit, Wellness und Wohlbefinden sowie Vernetzungstechnologien weltweit einen wichtigen Auftrieb erfahren», wird in der Studie festgehalten.

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