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Der Einsatz von KI-Drohnen im Ukrainekrieg zeigt die revolutionären Veränderungen in der Militärtechnologie.
Die Kolumne «KI Kompakt» von Benjamin Bargetzi beleuchtet die Folgen der KI-Revolution auf Wirtschaft und Gesellschaft.
Daniel KarrerDer Ukrainekrieg markiert den Beginn einer neuen Ära der Militärgeschichte. Es ist der erste grossflächige Konflikt der Menschheitshistorie, der durch den massenhaften Einsatz von Kampfdrohnen, KI-gestützten Zielsystemen und digitaler Kriegsführung bestimmt wird. Kampfhandlungen, die früher durch menschliche Soldaten bestimmt wurden, werden zunehmend von algorithmischen Systemen unterstützt und verbessert – und in einigen Fällen auch bereits automatisiert durchgeführt.
Die Ukraine wird von Experten als das erste grosse Testfeld der ethischen Fragen und Möglichkeiten dieser neuen Ära bezeichnet. Cornelius Boersch, Tech-Unternehmer und Angel-Investor mit über 450 Beteiligungen weltweit, ist überzeugt von KI-Kampfdrohnen in der militärischen Kriegsführung: «Europa muss ehrlich zu sich sein: Was wir derzeit an Ausrüstung und Technologie einkaufen, ist nicht zeitgemäss, sondern veraltet und nutzlos.»
So rechnet er vor, wie eine einzelne Kampfdrohne, für gerade einmal 2000 Franken hergestellt, heute bereits einen millionenschweren Panzer zerstören kann. Für den Abschuss eines Helikopters reiche bereits eine 1000-Franken-Drohne. «Der Krieg in der Ukraine wäre ohne westliche Drohnenlieferungen längst verloren, nur schon aus ökonomischen Gründen», so Boersch. Er sieht die Zukunft des Krieges in Schwarmangriffen von KI-Drohnen, welche die Luftabwehr der Gegenseite überfordern und ihre Ziele an Land präzise eliminieren, bevor diese überhaupt reagieren können.
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