Abo
Anzeichen

Woran Sie manipulative Menschen erkennen

In der Arbeitswelt hat man es oft mit manipulativen Menschen zu tun. Sie aber als solche zu erkennen, ist schwer - vor allem, weil sie oft charmant und liebenswürdig sind. Was ihre Tricks sind.

Nathalie Gaulhiac

An diesen Anzeichen erkennen Sie manipulative Menschen:Sie beleidigen und tarnen es als HumorJemand aus Ihrem Umfeld verletzt Sie regelmässig durch gemeine Kommentare, die er als Humor kaschiert? Dann haben Sie es mit einem Manipulator zu tun. Lassen Sie sich anmerken, dass Sie verletzt sind, wird Ihnen ein Manipulator vorwerfen, dass Sie keinen Sinn für Humor haben. «Leugnen Sie nicht Ihre Gefühle», so Berater Keld Jensen. «Stimmen Sie nicht zu, dass Sie überreagiert haben.»
Sie wechseln das Thema, um zu vermeiden, die Verantwortung übernehmen zu müssenWer einen Manipulator auf einen Fehler hinweist, wird merken, dass dieser die Unterhaltung so zu drehen versucht, dass Sie der Bösewicht sind. «Er könnte einen Fehler aufzeigen, den Sie vor Jahren begangen haben, einer, der nichts mit den aktuellen Umständen zu tun hat.» Es geht darum, dass die Person von der Situation ablenken möchte. Jensens Tipp: «Lassen Sie sich nicht in eine falsche Richtung lenken.»
An manchen Tagen sind sie mitfühlend, verständnisvoll und liebevoll - und an anderen Tagen das komplette GegenteilWer von einem Tag auf den anderen ein völlig anderer Mensch ist, dem ist nicht zu trauen. «Wenn jemand über seine ehemaligen Partner auf ausfallende, aggressive oder arrogante Art und Weise spricht, sollten Sie vorsichtig sein», warnt Jensen. Wer weiss - an einem anderen Tag sind Sie vielleicht das Ziel seiner Beleidigungen.
Sie werfen Ihnen Dinge vor, für die sie selbst verantwortlich sindDer Klassiker: Jemand wird beim Betrügen erwischt. Anstatt sich bei seinem Partner zu entschuldigen, wirft der Schuldige dem Partner vor, selbst mit anderen Menschen geflirtet zu haben. «Der Manipulator weigert sich oder ist nicht fähig, sein eigenes Verhalten objektiv zu betrachten.»
Sie testen Ihre Grenzen ausManipulatoren ertasten gern die Grenzen ihrer Mitmenschen. Sie wollen sehen, wie weit sie gehen können. «Seien Sie standhaft, bleiben Sie bei dem, was Sie für richtig halten, und geben Sie nicht auf.»
Sie wenden den «Gaslight»-Trick an«Gaslight» bedeutet, gezielt zu lügen und Worte so zu formulieren, dass Sie am Ende Ihre Erinnerungen anzweifeln. Manipulatoren benutzen hierfür Ausdrücke wie «das ist nie passiert», «sind Sie verrückt» oder «Sie verstehen es einfach nicht». Fallen Sie bloss nicht darauf herein. Wenn Sie beginnen, Ihre eigenen Worte anzuzweifeln, sollten Sie das Thema nochmal mit einer dritten Person besprechen, der Sie vertrauen können.
Sie werden versuchen, Sie zu kontrollierenDas Wort «Manipulator» verrät es eigentlich schon: Manipulatoren lieben es, die Kontrolle über die Situation und die Menschen zu haben. Sie verspüren den Drang, mit Ihren Emotionen und Gedanken zu spielen und die Kontrolle darüber zu erlangen — und das, ohne dass Sie es bemerken.Bilder: Pixabay/Keystone
1 / 7
An diesen Anzeichen erkennen Sie manipulative Menschen:Sie beleidigen und tarnen es als HumorJemand aus Ihrem Umfeld verletzt Sie regelmässig durch gemeine Kommentare, die er als Humor kaschiert? Dann haben Sie es mit einem Manipulator zu tun. Lassen Sie sich anmerken, dass Sie verletzt sind, wird Ihnen ein Manipulator vorwerfen, dass Sie keinen Sinn für Humor haben. «Leugnen Sie nicht Ihre Gefühle», so Berater Keld Jensen. «Stimmen Sie nicht zu, dass Sie überreagiert haben.» RMS

Werbung

Sie haben öfter mit Manipulatoren und Psychopathen zu tun, als Sie vielleicht zunächst annehmen würden. Vermutlich sind Sie mehr als einmal solch einem Menschen begegnet oder sehen ihn oder sie regelmässig - vielleicht sogar am Arbeitsplatz, genauer genommen in der Chefetage.

Laut einer australischen Studie der Bond University ist nämlich einer von fünf Geschäftsführern ein Psychopath.

Viele von ihnen sind extrem manipulativ, was leider nicht auf den ersten Blick erkennbar ist - was sie umso gefährlicher macht.

Autor und Berater Keld Jensen hat sich für «Forbes» intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt und sieben Anzeichen festgehalten, an denen man erkennen kann, ob man es mit einem Manipulator zu tun hat. Welche das sind sehen Sie in der Bildergalerie oben.





Dieser Text erschien zuerst beim «Business Insider Deutschland» unter dem Titel «Mit diesen 7 Tricks versuchen manipulative Menschen, euch zu kontrollieren».
Sieben Tipps für eine gute Gehaltsverhandlung sehen Sie in der Bildergalerie unten:
Sieben Fehler, die Sie in Gehaltsverhandlungen vermeiden sollten:1. Sie akzeptieren das erste AngebotDas erste Gehaltsangebot sollten Sie nie annehmen. Der Arbeitgeber rechnet damit, dass Sie mit ihm diskutieren.
2. Sie glauben, was Ihnen gesagt wirdBeinahe jedes Angebot ist verhandelbar. Und vor allem das erste Angebot ist sehr selten das Beste.
3. Sie schieben die Gehaltsverhandlung aufManche Menschen denken: Erst beweise ich meinem Boss, was ich wert bin, und dann frage ich nach mehr Geld. Das Problem dabei: Wenn Sie mit einem niedrigen Gehalt einsteigen, ist es schwer, Ihren Wunschlohn zu bekommen.
4. Sie zeigen, dass Sie nicht gehen würdenSie sollten sich nie anmerken lassen, dass Sie den Job auf keinen Fall wechseln werden. Das bringt Sie in eine ungünstige Verhandlungsposition.
5. Sie drohen damit, zu gehenEs macht einen Unterschied, ob Sie offen lassen, dass Sie gehen könnten oder ob Sie damit drohen, die Firma zu verlassen.
6. Sie sprechen darüber was gerecht istDas Wort «gerecht» sollten Sie niemals verwenden, wenn es um das Gehalt geht. Sehen Sie die Verhandlung eher als Wettbewerb, in dem es darum geht, das Beste herauszuholen.
7. Sie haben Angst, mit einer höheren Gehaltsforderung das Jobangebot zu verlierenSie sollten keine Angst davor haben, mit der Frage nach mehr Geld das Jobangebot zu gefährden. Es kommt aber darauf an, wie Sie diese Frage formulieren. Bilder: Keystone
1 / 7
Sieben Fehler, die Sie in Gehaltsverhandlungen vermeiden sollten:1. Sie akzeptieren das erste AngebotDas erste Gehaltsangebot sollten Sie nie annehmen. Der Arbeitgeber rechnet damit, dass Sie mit ihm diskutieren. RMS

Partner-Inhalte

Werbung