Aber die SNB?
Allerdings könnte die Schweizerische Nationalbank ( SNB) der Aufwertung des Franken entgegenwirken. In den vergangen Wochen wurde darüber immer wieder spekuliert, nicht zuletzt seit Präsident Thomas Jordan im April bemerkte, die SNB könne die rekordtiefen Zinsen noch weiter senken. Dem setzt JP Morgan entgegen, dass die SNB auch im vergangenen Jahr angesichts der Krise in Italien nicht intervenierte.
«Die Währung ist derzeit weniger unter Druck durch die SNB als in den vergangenen zehn Jahren», schreibt Währungsexperte Meggyesi. «Mit Währungsreserven in Höhe von 120 Prozent des BIP wird die SNB bei der nächsten Rezession den Aufwertungsdruck des Franken stärker hinnehmen müssen als zu Beginn der Finanzkrise als die Währungsreserven weniger als 15 Prozent des BIP betrugen.»
Wie die SNB auf die hohe Bewertung des Franken reagiert, wird sich am Donnerstag zeigen. Dann tagen die Schweizer Währungshüter und beschliessen ihre Strategie für das kommende Quartal.