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Zwischenergebnis

So verlief das erste Quartal für die SMI-Titel

Das erste Quartal ist vorbei. Und im SMI zeigt sich: Während die Verlierer von 2016 wieder in die Erfolgsspur zurückfanden, straften Anleger andere ab. Und ein Kurs stieg sogar mehr als 25 Prozent an.

Annika Janssen

Das UBS Wealth Management blickt in die Zukunft und hat zehn Ideen zusammengestellt, wie Anleger 2017 ihr Geld am besten investieren sollten.1. US-AktienDie US-Unternehmensgewinne dürften 2017 um 8 Prozent steigen, unterstützt von der Stabilisierung der Ölpreise, der expansiven Geldpolitik und potenziellen fiskalischen Impulsen der Regierung Trump.
2. SchwellenländeraktienEin schwächerer US-Dollar, die niedrigen Zinssätze in den Industrieländern sowie die Stabilisierung des BIP-Wachstums und der Rohstoffpreise dürften den Schwellenländer-Aktien im nächsten Jahr weiterhin zugutekommen.
3. Korb von SchwellenländerwährungenDurch die niedrigen Zinssätze in den Industrieländern sind hoch rentable Schwellenländerwährungen (Real, Rupie, Rubel und Rand) attraktiv im Vergleich zu wachstumssensitiven Industrieländerwährungen (australischer Dollar, kanadischer Dollar, schwedische Krone).
4. Real Estate Investment Trusts (REITs) in der Region Asien/PazifikSolche dürften auch von den niedrigen Zinssätzen in den Industrieländern profitieren. Die Renditen gegenüber Staatsanleihen sind im Vergleich zum globalen Durchschnitt attraktiv.
5. Dividenden und AktienrückkäufeAngesichts der extrem niedrigen Renditen in der Eurozone, Japan und der Schweiz haben Unternehmen, die in diesen Regionen zuverlässige Erträge bieten, an Attraktivität gewonnen.
6. US-amerikanische Senior LoansSenior Loans bieten einen Renditeaufschlag von 4 Prozent gegenüber Investment Grade-Unternehmensanleihen mit kurzen Laufzeiten. Das ist attraktiv, selbst wenn die Ausfallquoten bis auf die langfristigen Durchschnitte steigen.
7. Inflationsindexierte US-Staatsanleihen (TIPS)Das UBS CIO erwartet, dass TIPS vom stärkeren Lohnwachstum, der Stabilisierung der Ölpreise, potenziellen fiskalischen Impulsen und einem schwächeren US-Dollar profitieren werden.
8. Palladium und PlatinDie Zunahme der industriellen Aktivität, die politische Unsicherheit und die sinkenden Realzinsen dürften die beiden Edelmetalle im Jahr 2017 stützen.Global Panorama/CC/flickr
9. Alternative AnlagenDie Erträge der traditionellen Anlageklassen dürften im Jahr 2017 moderat ausfallen. Unkorrelierte Engagements über Hedge Funds, private Märkte und kurzfristige Anlagemöglichkeiten werden wertvoller sein denn je.Bilder: Keystone
10. Erstklassige Anleihen verkaufenDie Renditen sind vernachlässigbar niedrig und die Risiken nehmen zu. Die Anleger könnten darüber nachdenken, einige der Absicherungsmerkmale dieser Anlageklasse mit anderen Ansätzen nachzubilden, wie systematischen Absicherungs- und Allokationsstrategien.Brandie Heinel/CC/flickrQuelle: UBS Wealth Management
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Das UBS Wealth Management blickt in die Zukunft und hat zehn Ideen zusammengestellt, wie Anleger 2017 ihr Geld am besten investieren sollten.1. US-AktienDie US-Unternehmensgewinne dürften 2017 um 8 Prozent steigen, unterstützt von der Stabilisierung der Ölpreise, der expansiven Geldpolitik und potenziellen fiskalischen Impulsen der Regierung Trump. RMS

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In den vergangenen drei Monaten dominierte die Politik in Europa und in den USA die Schlagzeilen: Donald Trump ist seit Januar der mächtigste Mann der Welt und sorgte in den ersten Tagen seiner Amtszeit für mächtig viel Wirbel. Grossbritannien hat am vergangenen Mittwoch die Scheidung von der Europäischen Union (EU) eingereicht – der Brexit hat damit offiziell begonnen und soll in zwei Jahren vollzogen sein.

Und in Europa sind es Wahlen, die immer wieder für Aufregung sorgen: Die Niederlande haben bereits gewählt, als nächstes stehen die Präsidentschaftswahlen in Frankreich an, im September wählt das Nachbarland Deutschland. Ganz zu schweigen von der tiefen Krise, in der Italien – wieder einmal – steckt.

Krise der Uhrenindustrie spürbar

Positive Nachrichten gingen in diesem politischen Tohuwabohu beinah unter. Denn wirtschaftlich läuft es eigentlich rund. In den USA, in Europa und auch in der Schweiz zog die Inflation zuletzt wieder an, der Ölpreis stabilisiert sich, und europäische Unternehmen schrauben ihre Gewinnerwartungen nach oben.

In der Schweiz waren die Konjunkturdaten eher durchmischt. So hielt die Krise der Schweizer Uhrenindustrie im Februar an, dafür stiegen die Gesamtexporte. «Die Schweizer Wirtschaft dürfte ihre Erholung in den kommenden Monaten fortsetzen, eine wesentliche Beschleunigung liegt aber kaum drin», sagt Martin Neff, Chefökonom der Raiffeisen Gruppe.

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Actelion im Höhenflug

Auch die Valoren an der Schweizer Börse gaben im ersten Quartal ein gemischtes Bild ab. Dem Leitindex SMI gelang ein Gesamtplus von 5 Prozent, die einzelnen Valoren entwickelten sich aber sehr unterschiedlich: Während Verlierer des vergangenen Jahres wieder in die Erfolgsspur zurückfanden, straften Anleger vor allem Versicherer und Grossbanken ab. Grosser Gewinner des ersten Quartals ist der Valor des Pharmaunternehmens Actelion. Sein Kurs stieg um mehr als 25 Prozent.

Der Sprung dürfte vor allem mit der der geplanten Übernahme von Actelion durch den weltweit tätigen Pharma- und Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson mit Sitz im US-Bundesstaat New Jersey zu tun haben. Analysten erwarten weitere Kursanstiege. Die US-Investmentbank J.P. Morgan stufte den Titel kürzlich von «Neutral» auf «Übergewichten» herauf und erhöhte das Kursziel.

Chinageschäft läuft wieder besser

Auch der Uhrenhersteller Swatch und der Luxusgüterkonzern Richemont überraschten nach einem schwachen Jahr 2016 mit ordentlichen Zuwächsen zum Jahresanfang. Bei Richemont steht am Ende des ersten Quartals ein Kursplus von 16 Prozent. Swatch schaffte eine Steigerung um 10,6 Prozent. Luxusgüteraktien waren bei Anlegern zuletzt wieder beliebter als in den Monaten zuvor – auch, weil das Chinageschäft wieder besser läuft. Swatch und Richemont haben Analysten zufolge übrigens noch Luft nach oben.

Sehr unterschiedlich haben sich die Titel der beiden Pharma-Schwergewichte im SMI entwickelt: Während der Roche-Valor in den zurückliegenden drei Monaten um neun Prozent zulegen konnte, kam der Kurs von Novartis mit 0,5 Prozent Plus kaum vom Fleck. Bei den Banken konnte nur Julius Bär im ersten Quartal überzeugen, legte neun Prozent zu. Die Grossbank Credit Suisse schaffte eine kleine Kurssteigerung von 1,4 Prozent, bei der UBS steht ein Minus von 0,9 Prozent.

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Swiss Re für antizyklische Investoren interessant

Der Konsumgüterhersteller Nestlé profitierte im ersten Quartal von der stabilen Nachfrage in der Branche, sagt Karsten Rahlf von der Nord LB: «Der Aktienkurs stieg um sechs Prozent. Im Jahresverlauf könnte es noch mehr werden», erwartet Rahlf. Er rät zum Kauf des Nestlé-Valors.

Wer antizyklisch investieren will, sollte es mit Blick auf die Quartalsbilanz der SMI-Titel mit dem Swiss-Re-Valor probieren. Er büsste im ersten Quartal 7,3 Prozent ein – und hält damit die rote Laterne im SMI.

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Wer die CEOs der 20 SMI-Konzerne sind, sehen Sie in der Bildergalerie unten:
Auf diese CEOs setzen die 20 SMI-Konzerne:Ulf Mark Schneider: Der deutsch-amerikanische Doppelbürger übernimmt ab Januar 2017 das Ruder bei Nestlé. Die Stelle wird damit extern besetzt: Schneider war zuvor CEO des deutschen Gesundheitkonzerns Fresenius. Keystone
SwissLife-CEO Patrick Frost: Der Schweizer ist seit dem 1. Juli 2014 im Amt. Seit 2006 gehört er der Konzernleitung beim grössten Schweizer Lebensversicherungskonzern an, zuletzt als Investitionschef. Keystone
Julius Bär-CEO Boris Collardi: Der schweizerisch-Italienische Doppelbürger ist seit Mai 2009 Chef der Schweizer Bank. Er stiess 2006 als Chief Operating Officer zum Unternehmen. Keystone
Geberit-Chef Christian Buhl: Der Schweizer ist seit Januar 2015 Vorsitzender der Konzernleitung. Zuvor war er Geschäftsführer der deutschen Vertriebsgesellschaft - der bedeutensten Vertriebseinheit der Geberit Gruppe. Keystone
Urs Schäppi: Der Schweizer arbeitet seit 1998 bei der Swisscom, seit November 2013 im Amt des CEOs. Keystone
SGS-Chef Frankie Ng: Der schweizerisch-chinesische Doppelbürger ist seit März 2015 CEO des Warenprüfkonzerns. Vor seiner Ernennung zum CEO füllte er verschiedene Führungsfunktionen im Unternehmen aus. Keystone
Severin Schwan: Der österreichische Roche-CEO ist seit 2008 im Amt. Er arbeitet seit 1993 für den Pharmakonzern, vor seinem jetzigen Posten als CEO der Division Diagnostics, davor Leiter der Region Asien Pazifik bei Roche Diagnostics Singapur. Keystone
Joe Jimenez: Der amerikanische Novartis-CEO ist seit 2010 im Amt. Davor amtierte Jimenez als Leiter der Division Pharmaceuticals von Novartis. Keystone
Sergio Ermotti: Der Schweizer ist seit November 2011 CEO der UBS. Er wurde im April 2011 in die Konzernleitung berufen und war von April bis November 2011 Chairman und CEO UBS Groupe Europe, Middle East und Africa. Davor war er Group Deputy Chief Executive Officer von Unicredit in Mailand. Keystone
Nick Hayek: Der Schweizer Chef von Swatch ist seit 1994 für die Swatch Group tätig, zunächst als Marketingleiter der Swatch AG. Seit 2003 ist er Chef der Konzernleitung, seit 2010 Mitglied des Verwaltungsrates. Keystone
Adecco-CEO Alain Dehaze: Der Belgier ist seit September 2015 im Amt. Ab September 2009 war er Regional Head of Northern Europe, danach Frankreich-Chef. Keystone
ABB-CEO Ulrich Spiesshofer: Der Deutsche ist seit 2013 Präsident und CEO der ABB-Gruppe. Er stiess 2005 zum Unternehmen und war zuvor für verschiedene Beratungsfirmen tätig. Keystone
Erik Fyrwald: Der Amerikaner ist seit Juni 2016 CEO von Syngenta. Er wurde von extern einberufen und war zuvor CEO des amerikanischen Chemiegrosshändlers Univar. Keystone
Zurich-CEO Mario Greco: Der Italiener ist seit März 2016 im Amt. Zuvor war er CEO beim italienischen Versicherungskonzern Generali und wurde somit von extern rekrutiert. Keystone
Swiss Re-CEO Christian Mumenthaler: Der Schweizer ist bereits seit 17 Jahren bei Swiss Re tätig und leitet seit fünf Jahren die Reinsurance-Sparte. Keystone
Tidjane Thiam: Der neue Credit Suisse-CEO ist Staatsangehöriger Frankreichs und der Elfenbeinküste. Bis er 2015 ins Amt berufen wurde, war er CEO des britischen Lebensversicherers Prudential. Keystone
Eric Olsen, LafargeHolcim: Der französisch-amerikanische Doppelbürger ist seit Juli 2015 CEO beim weltweit grössten Baufstoffhersteller. Zuvor war er Vizepräsident Operations. Keystone
Gilles Andrier: Der Franzose ist seit 2005 CEO von Givaudan. Er stiess 1993 zum Unternehmen und war vor seiner Ernennung zum CEO als Global Head of Fine Fragrances tätig. Keystone
Jean-Paul Clozel: Der Actelion-CEO gründete das Pharmaunternehmen zusammen mit seiner Frau und Arbeitskollegen im Jahr 1997. Seit 2000 ist er CEO des Konzerns. Keystone
Richemont-CEO Richard Lepeu: Der Schweizer ist seit 2013 im Amt. Seit 2004 war er Finanzchef des Luxusgüterkonzerns. Keystone
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Auf diese CEOs setzen die 20 SMI-Konzerne:Ulf Mark Schneider: Der deutsch-amerikanische Doppelbürger übernimmt ab Januar 2017 das Ruder bei Nestlé. Die Stelle wird damit extern besetzt: Schneider war zuvor CEO des deutschen Gesundheitkonzerns Fresenius. Keystone RMS

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