Stärkerer Einfluss im SPI
Deutlich grösser als im SMI ist der Einfluss der Shortseller im SPI. Bei Firmen wie AMS, Meyer Burger oder U-blox machen die Leerverkäufe mehr als 20 Prozent der Marktkapitalisierung aus. Auch der in Schieflage geratene,
hoch verschuldete Backwarenhersteller Aryzta ist bei den Leerverkäufern beliebt.
Bei AMS ist die Präsenz der Leerverkäufer an manchen Handelstagen besonders deutlich spürbar. Obwohl der Sensorhersteller die Umsätze im dritten Quartal kräftig steigerte, korrigierten die Papiere an einem Tag um 27 Prozent.
Meyer Burger geht unter der Last der Leerverkäufe in die Knie. Seit Jahresbeginn hat der Anteilschein drei Viertel seines Werts verloren. Änderungen in der Subventionspolitik in China setzen dem Solarmaschinenbauer unter der Führung von Hans Brändle zu. Im ersten Halbjahr vermeldeten die Thuner einen Rückgang der Bestellungen von 55 Prozent. Ein gefundenes Fressen für die Raubtiere.