Gute Möbel machen ein gutes Büro? Und je mehr Automation desto besser? Wir räumen mit den hartnäckigsten Missverständnissen auf, die in Büroarbeitswelten kursieren.
Beim Thema Arbeitsplatz und Büro halten sich viele Irrtürmer und Missverständnisse hartnäckig. Welche das sind und warum sie nicht stimmen*: *Quelle: «Die 20 hartnäckigsten Missverständnisse und Irrtümer zu Büroarbeitswelten» von Lukas Windlinger, Jennifer Konkol, Marcel Janser, Fabienne Schanné, Stefanie Lange, Ying Ying Cui, Zürcher Hochschule für Angewandte WissenschaftenBilder: Pixabay/KeystoneRMS
Beim Thema Arbeitsplatz und Büro halten sich viele Irrtürmer und Missverständnisse hartnäckig. Welche das sind und warum sie nicht stimmen*: *Quelle: «Die 20 hartnäckigsten Missverständnisse und Irrtümer zu Büroarbeitswelten» von Lukas Windlinger, Jennifer Konkol, Marcel Janser, Fabienne Schanné, Stefanie Lange, Ying Ying Cui, Zürcher Hochschule für Angewandte WissenschaftenBilder: Pixabay/KeystoneRMS
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1. Grossraumbüros sind schlecht und gesundheitsgefährdendAus Sicht der Wissenschaft gibt es keine soliden Befunde, dass Grossraumbüros für die Gesundheit schlechter sind als andere Büroformen, denn es gibt gute und schlechte Büros. Gute Grossraumbüros zeichnen sich etwa durch ein breites Angebot an gemeinsam genutzten Flächen aus, die für Rückzug, Meetings etc. genutzt werden können. Entscheidend ist also nicht die Bürogrösse, sondern der Umgang mit Störungen, Privatsphäre etc.RMS
1. Grossraumbüros sind schlecht und gesundheitsgefährdendAus Sicht der Wissenschaft gibt es keine soliden Befunde, dass Grossraumbüros für die Gesundheit schlechter sind als andere Büroformen, denn es gibt gute und schlechte Büros. Gute Grossraumbüros zeichnen sich etwa durch ein breites Angebot an gemeinsam genutzten Flächen aus, die für Rückzug, Meetings etc. genutzt werden können. Entscheidend ist also nicht die Bürogrösse, sondern der Umgang mit Störungen, Privatsphäre etc.RMS
2. Mitarbeiter in die Planung einzubeziehen ist teuer, dauert lang und resultiert in einem WunschkonzertMitarbeitern die Möglichkeit zu geben, ihre Meinung zu äussern, trägt wesentlich zur Offenheit für die Veränderung bei. Dies ist auch mit geringem Aufwand möglich, indem man etwa ihr Feedback einholt oder sie bei den Möbeln mitbestimmen lässt. Erfahrungen zeigen dabei, dass ihre Vorschläge meist sehr vernünftig sind. Wichtig nur ist, dass keine falschen Erwartungen geweckt werden.RMS
2. Mitarbeiter in die Planung einzubeziehen ist teuer, dauert lang und resultiert in einem WunschkonzertMitarbeitern die Möglichkeit zu geben, ihre Meinung zu äussern, trägt wesentlich zur Offenheit für die Veränderung bei. Dies ist auch mit geringem Aufwand möglich, indem man etwa ihr Feedback einholt oder sie bei den Möbeln mitbestimmen lässt. Erfahrungen zeigen dabei, dass ihre Vorschläge meist sehr vernünftig sind. Wichtig nur ist, dass keine falschen Erwartungen geweckt werden.RMS
3. Mitarbeiter, die sich beklagen sind MimosenMitarbeiter, die Beschwerden melden, die sich mit Geräten nicht messen lassen, sind keine Mimosen. Vielmehr sind die Messkonzepte unreif. Denn nicht jede Beschwerde lässt sich objektiv erfassen: Wie Mitarbeiter ihre Umgebung wahrnehmen, ist für deren Komfort und Leistung relevanter, als die meisten mit Geräten erfassten Kennwerte. Zudem ist die Wichtigkeit eines Faktors für den Komfort und die Leistung individuell unterschiedlich.RMS
3. Mitarbeiter, die sich beklagen sind MimosenMitarbeiter, die Beschwerden melden, die sich mit Geräten nicht messen lassen, sind keine Mimosen. Vielmehr sind die Messkonzepte unreif. Denn nicht jede Beschwerde lässt sich objektiv erfassen: Wie Mitarbeiter ihre Umgebung wahrnehmen, ist für deren Komfort und Leistung relevanter, als die meisten mit Geräten erfassten Kennwerte. Zudem ist die Wichtigkeit eines Faktors für den Komfort und die Leistung individuell unterschiedlich.RMS
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4. Gute Möbel machen ein gutes BüroBei der Möbilierung von Büroräumen sind ergonomische Empfehlungen zwar notwendig, aber nicht hinreichend für eine hohe Qualität. Vielmehr ist die Gestaltung und Qualität der unmittelbaren Umgebung wichtig und hat einen Einfluss auf die Gesamtbewertung der Arbeitsumgebung. Die Möbilierung ist jedoch nur ein Aspekt unter vielen, die aufeinander abgestimmt werden müssen.RMS
4. Gute Möbel machen ein gutes BüroBei der Möbilierung von Büroräumen sind ergonomische Empfehlungen zwar notwendig, aber nicht hinreichend für eine hohe Qualität. Vielmehr ist die Gestaltung und Qualität der unmittelbaren Umgebung wichtig und hat einen Einfluss auf die Gesamtbewertung der Arbeitsumgebung. Die Möbilierung ist jedoch nur ein Aspekt unter vielen, die aufeinander abgestimmt werden müssen.RMS
5. Die Büroqualität zu evaluieren, ist unnötigEine Evaluation nach dem Einzug in das neue Büro gibt Unternehmen die Chance, aus Erfahrungen zu lernen. Zugleich ist jede Optimierung der Arbeitsumgebung eine Investition in den eigenen Unternehmenserfolg. Eine Evaluation kann etwa Hinweise für noch ungenutzte Optimierungspotenziale liefern. Zudem fühlen sich Mitarbeiter wertgeschätzt, wenn angemerkte Optimierungsmassnahmen tatsächlich auch umgesetzt werden.Keystone
5. Die Büroqualität zu evaluieren, ist unnötigEine Evaluation nach dem Einzug in das neue Büro gibt Unternehmen die Chance, aus Erfahrungen zu lernen. Zugleich ist jede Optimierung der Arbeitsumgebung eine Investition in den eigenen Unternehmenserfolg. Eine Evaluation kann etwa Hinweise für noch ungenutzte Optimierungspotenziale liefern. Zudem fühlen sich Mitarbeiter wertgeschätzt, wenn angemerkte Optimierungsmassnahmen tatsächlich auch umgesetzt werden.Keystone
6. Klima, Luftqualität, Licht, Lärm und Möbel machen Komfort ausWas nützen hochwertige Möbel in einem standardisiert klimatisierten, beleuchteten und schallabsorbierten Raum, wenn die Gesamtkonfiguration die Arbeitstätigkeit nicht unterstützt? Zudem hat Forschung gezeigt, dass die Bewertung von materiellen Faktoren, wie die Funktionalität der Einrichtung und sozio-räumliche Faktoren, wie Störungen für die Gesamtzufriedenheit, wichtiger sind, als die Bewertung der Innenraumumgebung.Keystone
6. Klima, Luftqualität, Licht, Lärm und Möbel machen Komfort ausWas nützen hochwertige Möbel in einem standardisiert klimatisierten, beleuchteten und schallabsorbierten Raum, wenn die Gesamtkonfiguration die Arbeitstätigkeit nicht unterstützt? Zudem hat Forschung gezeigt, dass die Bewertung von materiellen Faktoren, wie die Funktionalität der Einrichtung und sozio-räumliche Faktoren, wie Störungen für die Gesamtzufriedenheit, wichtiger sind, als die Bewertung der Innenraumumgebung.Keystone
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7. Je mehr Automation, desto geringer der Energieverbrauch und desto besser die InnenraumbedingungenIn der Praxis ist Gebäudeautomation sowohl für den Komfort als auch den Energieverbrauch häufig kontraproduktiv. Schlecht platzierte Sensoren können eine Ursache sein. Zudem ist für Mitarbeiter die Kontrolle über die eigene Arbeitsplatzumgebung sehr wichtig. Denn je höher das Ausmass der Kontrolle ist, umso eher kann der Arbeitsplatz den individuellen Bedürfnissen angepasst werden.RMS
7. Je mehr Automation, desto geringer der Energieverbrauch und desto besser die InnenraumbedingungenIn der Praxis ist Gebäudeautomation sowohl für den Komfort als auch den Energieverbrauch häufig kontraproduktiv. Schlecht platzierte Sensoren können eine Ursache sein. Zudem ist für Mitarbeiter die Kontrolle über die eigene Arbeitsplatzumgebung sehr wichtig. Denn je höher das Ausmass der Kontrolle ist, umso eher kann der Arbeitsplatz den individuellen Bedürfnissen angepasst werden.RMS
8. Pflanzen im Büro sind teuer und bringen nichtsPflanzen in Büros werden oft aus Kostengründen abgelehnt. Dabei belegen wissenschaftliche Befunde, dass Pflanzen eine positive Wirkung auf das Wohlbefinden, die Gesundheit und die Arbeitsleistung der Mitarbeiter haben.RMS
8. Pflanzen im Büro sind teuer und bringen nichtsPflanzen in Büros werden oft aus Kostengründen abgelehnt. Dabei belegen wissenschaftliche Befunde, dass Pflanzen eine positive Wirkung auf das Wohlbefinden, die Gesundheit und die Arbeitsleistung der Mitarbeiter haben.RMS
9. Die Generation Y ist ganz anders und will ganz anders arbeitenDurch prägende kollektive Ereignisse für bestimmte Geburtsperioden werden wir in Generationen unterteilt. Diese Einteilung ist schwierig, da sozio-ökonomische, politische und kulturelle Prozesse eher evolutionär als sprunghaft verlaufen. Studien zeigen dabei, dass Generationsunterschiede sehr klein sind. Es gibt kaum wissenschaftliche Evidenz zum Zusammenhang zwischen Generationen und Wahrnehmung und Bewertung von Büros.RMS
9. Die Generation Y ist ganz anders und will ganz anders arbeitenDurch prägende kollektive Ereignisse für bestimmte Geburtsperioden werden wir in Generationen unterteilt. Diese Einteilung ist schwierig, da sozio-ökonomische, politische und kulturelle Prozesse eher evolutionär als sprunghaft verlaufen. Studien zeigen dabei, dass Generationsunterschiede sehr klein sind. Es gibt kaum wissenschaftliche Evidenz zum Zusammenhang zwischen Generationen und Wahrnehmung und Bewertung von Büros.RMS
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10. Ins Büro kommt man um zu arbeiten, nicht um Pausen zu machen oder um zu schlafenSchon lange ist bekannt, dass Pausen für die Aufrechterhaltung der Leistung elementar sind. Dabei sind häufige Kurzpausen günstiger als wenige längere Pausen. Zudem zeigen Forschungsbefunde, dass Powernapping im Büro positive Wirkungen auf Erholung und Arbeitsleistung hat. Die ideale Dauer von Schlafpausen liegt bei 10 bis 30 Minuten und erfordert eine entsprechende Umgebung.RMS
10. Ins Büro kommt man um zu arbeiten, nicht um Pausen zu machen oder um zu schlafenSchon lange ist bekannt, dass Pausen für die Aufrechterhaltung der Leistung elementar sind. Dabei sind häufige Kurzpausen günstiger als wenige längere Pausen. Zudem zeigen Forschungsbefunde, dass Powernapping im Büro positive Wirkungen auf Erholung und Arbeitsleistung hat. Die ideale Dauer von Schlafpausen liegt bei 10 bis 30 Minuten und erfordert eine entsprechende Umgebung.RMS