ICOs laufen oft über Bitcoin oder Ether
Die Ursache für das Minus: Die chinesische Zentralbank hat ihre Drohung wahrgemacht und dem ICO-Hype einen Riegel vorgeschoben. Sie hat diese neuartige Form der digitalen Bösengänge verbannt. Ether ist die Kryptowährung, die am stärksten für ICOs verwendet wird und darum durch die Nachricht am stärksten unter Druck gerät. Auch Bitcoin spielt in dem Bereich eine bedeutende Rolle. Da in China derzeit ein guter Teil der weltweiten ICOs initiert werden, ist das Nachgeben der Kurse wenig überraschend, auch wenn Bitcoin und Ether weiter in China gehandelt werden dürfen. Gestoppt sind ICOs, nicht der Handel mit den Kryptowährungen.
ICOs, also «Initial Coin Offerings», sind neuartige digitale Börsengänge, mit denen Unternehmen Kapital beschaffen können. Sie funktionieren nach
dem Prinzip des Crowdfundings und ähneln auch herkömmlichen Börsengängen (IPOs), nur dass statt Firmenanteile in Form von Aktien sogenannte Tokens verkauft werden.
Diese Tokens sind eine Art «digitaler Coupon» und können unterschiedliche Funktionen haben. Mit ICOs können neue Kryptowährungen ihren Anfang nehmen, von der die Investoren dann bereits Anteile besitzen. Das ist allerdings eher selten der Fall. Möglich ist auch, dass die Tokens Beteiligten Rechte auf die künftige Wertentwicklung einer Firma sichern, ähnlich einer Aktie. Teils berechtigt der Token auch zum künftigen Bezug einer Dienstleistung.