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Prognose

Anlagetipps: Wo 2017 das grosse Geld steckt

Eines steht fest: Auch wenn die Ausblicke für 2017 von Unsicherheit geprägt sind, wird auch nächstes Jahr an den Märkten Geld zu verdienen sein. Doch wie? Zehn Anlagetipps für das Börsenjahr 2017.

Julia Fritsche

Das UBS Wealth Management blickt in die Zukunft und hat zehn Ideen zusammengestellt, wie Anleger 2017 ihr Geld am besten investieren sollten.1. US-AktienDie US-Unternehmensgewinne dürften 2017 um 8 Prozent steigen, unterstützt von der Stabilisierung der Ölpreise, der expansiven Geldpolitik und potenziellen fiskalischen Impulsen der Regierung Trump.
2. SchwellenländeraktienEin schwächerer US-Dollar, die niedrigen Zinssätze in den Industrieländern sowie die Stabilisierung des BIP-Wachstums und der Rohstoffpreise dürften den Schwellenländer-Aktien im nächsten Jahr weiterhin zugutekommen.
3. Korb von SchwellenländerwährungenDurch die niedrigen Zinssätze in den Industrieländern sind hoch rentable Schwellenländerwährungen (Real, Rupie, Rubel und Rand) attraktiv im Vergleich zu wachstumssensitiven Industrieländerwährungen (australischer Dollar, kanadischer Dollar, schwedische Krone).
4. Real Estate Investment Trusts (REITs) in der Region Asien/PazifikSolche dürften auch von den niedrigen Zinssätzen in den Industrieländern profitieren. Die Renditen gegenüber Staatsanleihen sind im Vergleich zum globalen Durchschnitt attraktiv.
5. Dividenden und AktienrückkäufeAngesichts der extrem niedrigen Renditen in der Eurozone, Japan und der Schweiz haben Unternehmen, die in diesen Regionen zuverlässige Erträge bieten, an Attraktivität gewonnen.
6. US-amerikanische Senior LoansSenior Loans bieten einen Renditeaufschlag von 4 Prozent gegenüber Investment Grade-Unternehmensanleihen mit kurzen Laufzeiten. Das ist attraktiv, selbst wenn die Ausfallquoten bis auf die langfristigen Durchschnitte steigen.
7. Inflationsindexierte US-Staatsanleihen (TIPS)Das UBS CIO erwartet, dass TIPS vom stärkeren Lohnwachstum, der Stabilisierung der Ölpreise, potenziellen fiskalischen Impulsen und einem schwächeren US-Dollar profitieren werden.
8. Palladium und PlatinDie Zunahme der industriellen Aktivität, die politische Unsicherheit und die sinkenden Realzinsen dürften die beiden Edelmetalle im Jahr 2017 stützen.Global Panorama/CC/flickr
9. Alternative AnlagenDie Erträge der traditionellen Anlageklassen dürften im Jahr 2017 moderat ausfallen. Unkorrelierte Engagements über Hedge Funds, private Märkte und kurzfristige Anlagemöglichkeiten werden wertvoller sein denn je.Bilder: Keystone
10. Erstklassige Anleihen verkaufenDie Renditen sind vernachlässigbar niedrig und die Risiken nehmen zu. Die Anleger könnten darüber nachdenken, einige der Absicherungsmerkmale dieser Anlageklasse mit anderen Ansätzen nachzubilden, wie systematischen Absicherungs- und Allokationsstrategien.Brandie Heinel/CC/flickrQuelle: UBS Wealth Management
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Das UBS Wealth Management blickt in die Zukunft und hat zehn Ideen zusammengestellt, wie Anleger 2017 ihr Geld am besten investieren sollten.1. US-AktienDie US-Unternehmensgewinne dürften 2017 um 8 Prozent steigen, unterstützt von der Stabilisierung der Ölpreise, der expansiven Geldpolitik und potenziellen fiskalischen Impulsen der Regierung Trump. RMS

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Mit dem Jahresende naht für die Grossbanken die Zeit der Ausblicke. Die UBS und Goldman Sachs haben bereits in die Kristallkugel geschaut. In puncto Schwellenländer sind sie sich weitgehend einig, bei einem zweiten Punkt gehen ihre Erwartungen aber weit auseinander.
Eines steht fest: Obwohl Trumps Politik zu grossen Teilen noch im Dunkeln liegt und andere politische Ereignisse wie die Bundestagswahl in Deutschland weitere Unsicherheit bringen können, wird auch nächstes Jahr an den Märkten Geld zu verdienen sein. Die UBS hat dabei zehn Tipps für 2017, auf die sie besonders setzt (siehe Bildergalerie oben).

Viel Potenzial in den Schwellenländern

Ähnlich wie Goldman Sachs sieht die grösste Schweizer Bank viel Potenzial in den Schwellenländern. Sowohl bei Währungen wie dem brasilianischen Real, der indischen Rupie oder dem russischen Rubel als auch auf den jeweiligen Aktienmärkten sehen sie gute Chancen für Gewinne.
Gemäss UBS dürften diese Ländern von einem schwächeren Dollar, niedrigeren Zinssätzen in den Industrieländern sowie einer Stabilisierung des Wachstums und der Rohstoffpreise profitieren. Für Goldman Sachs liegt der Vorteil dieser Länder darin, dass sie Chinas Wachstumsentwicklung oder der US-Handelspolitik relativ wenig ausgesetzt sind - ein möglicherweise entscheidendes Plus im 2017.

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Dollar: Zwischen stark und schwach
Gegenteiliges erwarten die beiden Bankengrössen vom US-Dollar. Die UBS geht von einem schwächeren Dollar aus – mit positiven Folgen für Schwellenländeraktien und inflationsindexierte US-Staatsanleihen.
Goldman Sachs dagegen glaubt, dass der Dollar seine starke Position noch länger behaupten kann. Die Begründung dafür findet die US-Bank in Europa. Während Brexit-Unsicherheit dem Pfund zusetzen wird, dürfte der Euro die Wahlen in Frankreich, Deutschland und Niederlanden negativ zu spüren bekommen.
Leicht positiv
Mögliche Regierungswechsel und mehr Populismus hat auch die UBS für das kommende Jahr auf dem Plan. Die Weltwirtschaft soll aber trotz allem moderat mit 3,5 Prozent wachsen.  Gestützt wird diese der Grossbank zufolge durch ein höheres US-Wachstum, welches das rückläufige Wachstum in China aufzufangen mag. Diese Erwartung teilt Goldman Sachs.
Von der amerikanischen Notenbank Fed erwartet die Investberater der UBS - wie so viele Experten -, dass sie den Zinssatz noch dieses Jahr einmal erhöht, gefolgt von zwei weiteren Erhöhungen 2017.
Für die Eurozone prognostizieren sie, dass die Zentralbank die quantitative Lockerung drosselt. Wobei die Grossbank mit Blick zurück auf das ablaufende Jahr davor warnt, Zentralbanken zu unterschätzen. Überhaupt lautet die Devise: «‹Basisszenario› nicht mit ‹sicherer Sache› verwechseln.»

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Daniel Kalt, Chefökonom UBS, im Interview mit awp über seine Erwartungen für den Dollar, Euro und Franken und wie sich Anleger gegen Währungsrisiken absichern sollten:

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