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Nach Bitcoin-Absturz

Michael Burry warnt vor Todesspirale

Burry warnt vor weiteren Abschlägen bei Bitcoin — mit dauerhaften Schäden für Firmen, die grosse Bestände an der Kryptowährung aufgebaut haben.

<p>Der bekannte Investor Michael Burry.</p>

Der bekannte Investor Michael Burry.

Bloomberg Finance LP

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In einem Substack-Beitrag am Montag argumentierte Michael Burry, dass Bitcoin, das seit dem Höchststand im Oktober 40 Prozent eingebüsst hat, sich als rein spekulative Anlage entpuppt habe. Als Absicherung gegen Wertverluste habe die Kryptowährung – im Gegensatz zu Edelmetallen – versagt.

Weitere Verluste könnten die Bilanzen der wichtigsten Halter rasch belasten, zu Zwangsverkäufen im gesamten Krypto-Ökosystem führen und einen grossflächigen Wertverlust auslösen, so Burry. Er war durch seine Wette gegen den US-Immobilienmarkt vor der Finanzkrise 2008 bekannt geworden.

«Widerwärtige Szenarien sind jetzt in Reichweite gerückt», schrieb Burry. Sollte Bitcoin um weitere 10 Prozent fallen, läge Strategy von Michael Saylor mit Milliarden im Minus. Das Unternehmen mit den weltweit grössten Kryptowährungs-Reserven in seiner Firmenkasse würde damit «praktisch keinen Zugang zum Kapitalmarkt mehr finden». Weitere Rückgänge, so Burry, würden Bitcoin-Miner in die Insolvenz treiben.

Unter 73'000 Dollar gefallen

Am Dienstag ist Bitcoin unter 73'000 Dollar gefallen – das niedrigste Kursniveau seit Präsident Donald Trump vor etwas mehr als einem Jahr wieder ins Weisse Haus eingezogen ist. Analysten nennen für den Kurseinbruch unterschiedliche Gründe: Nachlassende Zuflüsse, eine Verschlechterung der Liquidität sowie ein allgemeiner Verlust an makroökonomischer Attraktivität. Auch eine wachsende Zahl von Krypto-nahen Händlern wendet sich von der Token-Ökonomie ab und verlagert sich auf Event-Wetten, da Prognosemärkte boomen.

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Bitcoin hat – anders als Gold und Silber, die auf Rekordstände gestiegen sind, als globale Spannungen die Furcht vor einer Entwertung des Dollars geschürt haben – nicht auf typische Treiber wie eine Schwäche des Dollars oder geopolitische Risiken reagiert. «Es gibt keinen substanziellen Grund, warum Bitcoin seinen Abstieg verlangsamen oder stoppen sollte», schrieb Burry.

Dass Unternehmen Bitcoin in ihre Treasuries aufgenommen und neue, an Krypto gekoppelte börsengehandelte Fonds aufgelegt wurden, reicht laut Burry nicht aus, um den Preis dauerhaft zu stützen oder verheerende Folgen bei einem dramatischen Einbruch zu verhindern. Nahezu 200 börsennotierte Unternehmen halten laut Burry Bitcoin.

Diese Entwicklung habe zwar die Nachfrage verbreitert, doch «an Treasury-Assets ist nichts dauerhaft», schrieb Burry. Die Vermögenswerte in den Treasurys müssen marktbewertet und in der Bilanz abgebildet werden. Sollte der Preis von Bitcoin weiter fallen, werden Risikomanager ihren Unternehmen raten, zu verkaufen, warnt Burry.

(bloomberg/cash)

Dieser Artikel erschien zuerst bei Cash.

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