Er war einen Augenblick lang der glücklichste Sohn Nippons. Aus purem Jux hatte sich Taizo Sugimura auf der Website eingetragen, mit Hilfe deren Premier Junichiro Koizumi für die Wahlschlacht im September frische, unverbrauchte Kandidaten als Ersatz für die geschassten Reformwidersacher in seiner Partei suchte. Der 26-jährige Gelegenheitsarbeiter aus Hokkaido wurde aufgestellt, gewann das Mandat und zog zusammen mit 82 weiteren «Kindern Koizumis» im Parlament ein.

Spontan entzückte der Neuling die Medien mit Glücksbekundungen, er könne nun erster Klasse reisen, in teuren Restaurants essen und sich einen BMW leisten. Die Freude ist dem unbekümmerten Mann inzwischen zwar ein wenig vergangen, weil viele über seine politische Naivität lachen. Aber der Fall zeugt auch von der Aufbruchstimmung, die Nippon mit der Wiederwahl Koizumis erfasst hat.

Auf einmal ist Japan wieder da. Ohne grossen Knall, ohne Revolution, ohne Schocktherapie. Nach fast 15 Jahren Stagnation, Rezession und Deflation, nach langen, schmerzlichen Reformen meldet sich die zweitgrösste Volkswirtschaft in der Weltliga zurück. Ein mysteriöses Wirtschaftswunder? «Bei diesem Wiederaufstieg liefen einfach viele Faktoren zusammen», analysiert Martin Schulz vom Wirtschaftsforschungsinstitut Fujitsu. «Die gewaltigen Exportchancen, die sich mit dem Aufstieg Chinas eröffneten; die richtige Regierung mit der richtigen Politik zur richtigen Zeit; und eine offene wie opferbereite Bevölkerung, die es leid war, sich in Untergangsszenarien und China-Angst zu bedauern.» In der Tat: Die vorgezogenen Wahlen im September, bei denen Premierminister Junichiro Koizumi einen sensationellen Sieg einfuhr, haben den anderen Industriestaaten deutlich gemacht: Die Japaner sind nicht nur bereit, harte Schnitte zu ertragen, sie fordern sie sogar.

So trat der Regierungschef unter der Flagge der Privatisierung der Post an, das alte politische System der Umverteilung und Begünstigung zu kappen – und das Volk jubelte ihm zu. «In den Provinzen haben die Einwohner gegen ihre eigenen Interessen gewählt», staunt Schulz. «In Deutschland kommt der Reformdruck sehr stark von aussen, während die Japaner China und die Globalisierung immer deutlicher als Chance begreifen und sich der neuen Lage anpassen wollen.» Es wurde auch Zeit.

Die ersten zehn Jahre nach dem Platzen der spekulativen Seifenblase im Finanzsektor Anfang der neunziger Jahre gelten als verlorene Dekade. Als 2002 die Arbeitslosenrate mit 5,4 Prozent auf Rekordhöhe kletterte, «war das ein heilsamer Schock», sagt Nobuko Sanui, Direktorin im Arbeitsrechtbüro des Unternehmerverbandes Keidanren. «Das gängige System der lebenslangen Anstellung hatte Mobilität und Flexibilität verhindert.» Regierung, Unternehmer und Gewerkschaften schlossen einen auch heute noch funktionierenden Pakt für Arbeit, der Arbeitsmarkt wurde für Teilzeit- und Niedriglohnjobs geöffnet, die Lohnkosten wurden gesenkt. «Jeder Arbeitnehmer sitzt schliesslich im selben Boot wie das Management», sagt Nobuko Sanui.

In Japan war die Kluft zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ohnehin nie sehr gross. Nachdem Flaggschiff-Konzerne wie Toshiba oder Hitachi vor drei Jahren überraschend Massenentlassungen angekündigt hatten, blieb der befürchtete Protest der Gewerkschaften aus. «Plötzlich akzeptierten die Leute, dass Unternehmen Jobs streichen, weil nur so die Wirtschaft wieder aus der Talsohle kommt», sagt Jesper Koll, Chefvolkswirt bei Merrill Lynch in Tokio.

Wer Beschäftigung sucht, wendet sich in Japan nicht an die staatliche Arbeitsagentur Hello Japan, sondern lieber an private Vermittler wie die Tokioter Firma Pasona, bei der landesweit 600 000 Arbeitskräfte mehr oder weniger regelmässig Anstellung finden. Dieses Geschäft hat harte, aber klare Spielregeln: Verträge laufen nie länger als sechs Monate, können maximal sechsmal verlängert werden, bezahlt wird auf Stundenbasis. Der beste Job, den Pasona derzeit zu bieten hat, verlangt Computererfahrung und Fremdsprachenkenntnisse – eine amerikanische Firma in Tokio sucht eine Sekretärin als Vertretung für zwei Monate. Verdienst: umgerechnet gut 18 Franken pro Stunde. Die meisten anderen Offerten liegen deutlich darunter. Bezahlt wird vor allem im Dienstleistungssektor lausig. Wer in den populären 24-Stunden-Läden die Regale auffüllt, verdient sehr selten mehr als neun Franken in der Stunde.

Viele Leute vermittelt Pasona auch zurück an ihren alten Betrieb. «Wir kriegen von Grosskonzernen den Auftrag, einen Bereich umzustrukturieren», erklärt Jobbeschaffer Nobuo Ii. «Wir suchen dann die älteren und – nach dem oft noch gültigen Senioritätsprinzip – am besten dotierten Mitarbeiter aus und bieten ihnen an, sie gegen Honorar neu zu vermitteln, oft an ihren alten Arbeitsplatz.» Nur selten muckt einer auf, obwohl der Einkommensverlust 20 bis 30 Prozent beträgt, wenn man im alten Betrieb bleiben kann. Schlimmer sind diejenigen dran, die in einen kleinen Betrieb oder in die Landwirtschaft wechseln: Sie können nur noch mit einem Drittel bis zur Hälfte ihres bisherigen Gehaltes rechnen.

Etwas mehr als 40 Prozent der Angestellten von börsennotierten Unternehmen sind heute als Teilzeitkräfte angeheuert, im Einzelhandel liegt deren Anteil bei mehr als 70 Prozent. Der fast schon beamtete Firmenangestellte mit lebenslanger Beschäftigungsgarantie stirbt aus. Was in Deutschland als Turbokapitalismus gebrandmarkt würde, wird in Japan als Flexibilität des Arbeitsmarktes akzeptiert. «Die Wertmassstäbe haben sich geändert», sagt Pasona-Manager Nobuo Ii. Demoskopische Erhebungen bestätigen, dass die Japaner den Umstand, überhaupt über einen Arbeitsplatz zu verfügen, über die Bewahrung des Wohlstandes stellen. «Das Besitzstandsdenken ist anders als in Deutschland nicht sehr ausgeprägt», beobachtet Wirtschaftsforscher Schulz. «Dafür umso mehr eine gewisse Leidensfähigkeit.»

Manche begnügen sich nicht mit dem Leiden. Shinjiro Yamada hat sich vor einigen Jahren selbstständig gemacht, nachdem sich sein Traum, bei einer der ganz grossen Firmen angestellt zu werden, in Luft aufgelöst hatte. Einst ein junger Ingenieur beim Konzern Mitsui, wagte Yamada Anfang der neunziger Jahre zusammen mit einem Kollegen die Gründung von INCS. Das Unternehmen ist heute einer der Topanbieter für Design und Produktion von Prototypen für Marken wie Toyota oder Nokia. Der Jahresumsatz liegt mittlerweile bei rund 110 Millionen Franken. Als paradox an seinem neuen Job empfindet der Firmenchef, dass er inzwischen «weniger damit beschäftigt ist, Kunden zu akquirieren, als vielmehr damit, neue Mitarbeiter zu suchen». So kann er zurzeit etwa 80 Stellen nicht besetzen, ein Fünftel der geplanten Belegschaft.

Ein Beispiel für Japans jüngstes Problem: Part-Timer verdienen nicht nur erheblich weniger, sie sind in der Regel auch schlechter ausgebildet und motiviert als Festangestellte. Grund: Vor allem Universitätsabsolventen werden traditionell erst nach dem Studium bei ihren ersten Arbeitgebern ordentlich auf den Beruf vorbereitet. Bei Teilzeitkräften fällt diese berufliche Qualifikation flach. Mit dem Anziehen der Wirtschaft kommt es nach Untersuchungen der Investment-Bank Morgan Stanley bereits in einigen Sektoren – etwa IT oder Immobilien – zu einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. So ist es kein Zufall, dass seit April die Zahl der festen Neueinstellungen erstmals seit zehn Jahren wieder schneller wächst als bei Teilzeitkräften. Damit sinken auch Löhne und Gehälter nicht länger, sondern verzeichnen wieder Zuwächse, die nun offenbar Japans Konsum und Wirtschaftswachstum anregen.

Kostenreduzierung und Flexibilität der vergangenen Jahre waren eine notwendige Voraussetzung für den Wiederaufschwung, aber nicht ausreichend. Der private Verbrauch macht ungefähr 60 Prozent des Bruttoinlandproduktes aus. Auch wenn ein temporärer Einbruch im Herbst nicht ausgeschlossen werden kann, ist sich Glenn B. Maguire von der Société Générale sicher: «Die Verbraucher lassen sich nicht mehr so leicht verängstigen.» Es sei denn durch Steuererhöhungen, die mehrere Beratergremien der Regierung empfehlen, um das Haushaltsdefizit zu schliessen. Sie schlagen vor, mit Beginn des Fiskaljahres 2007 die derzeit geltenden üppigen Vergünstigungen bei der Einkommensteuer zu kappen. 1500 Franken im Schnitt würde eine vierköpfige Familie dann mehr an den Fiskus zahlen.

Folgen für die Konsumkonjunktur hätte es auch, wenn Finanzexperten der Regierungspartei mit ihrer kürzlich erhobenen Forderung durchkämen, die niedrige Mehrwertsteuer von 5 Prozent auf mittelfristig 12 bis 15 Prozent zu erhöhen. Premierminister Koizumi lehnt das aus «Zeitgründen» für seine Amtsperiode zwar ab, aber diese läuft ja auch bereits im September kommenden Jahres aus, weil es das LDP-Statut so vorsieht. Finanzminister Sadakazu Tanigaki – er gilt als potenzieller Nachfolger des Regierungschefs – dagegen hält die Steuererhöhung für «unvermeidlich». Die Ankündigung einer höheren Mehrwertsteuer könnte bei den Verbrauchern zumindest kurzfristig stimulierend wirken, wenn diese eine bisher aufgeschobene Kaufentscheidung früher als geplant realisieren würden.

Der Konsum könnte auch angestossen werden, wenn die Deflation, die so sehr auf die Unternehmensgewinne und das Kaufverhalten drückt, zu Ende geht, wie es die Bank von Japan prognostiziert. Der Preisverfall am Aktien- und Immobilienmarkt jedenfalls ist bereits gestoppt. Im August stieg die durchschnittliche Bewertung der Tokioter Immobilien erstmals seit 13 Jahren wieder an, die internationalen Immobilienfonds reissen sich um die besten Lagen in Japans Hauptstadt, aber auch in Osaka und Nagoya.

Euphorie zeigt sich auch am Kabuto-cho, der Wall Street des Fernen Ostens. Der Nikkei Index ist zwar noch weit entfernt von seinem historischen Höchst Ende 1989, als er bei fast 40 000 Punkten stand. Aber seit dem Sommer weist Japans Aktienmarkt die beste Performance unter den Weltbörsen auf. Insbesondere ausländisches Geld fliesst in den Markt. In den ersten acht Monaten investierten internationale Fonds umgerechnet mehr als 75 Milliarden Franken in japanische Papiere (siehe Nebenartikel «Nippons Aktienmarkt: Endlich raus aus der Tristesse»).

17 von Bloomberg befragte Topökonomen in Nippon sagen für das laufende Fiskaljahr ein Wirtschaftswachstum von im Schnitt 2,4 Prozent voraus. «Diesmal ist die Wende real», sagt Stefan Worrall von Credit Suisse First Boston in Tokio. Das wäre in der Tat neu.

Auch in der verlorenen Dekade schien Japans Ökonomie immer mal wieder anzuspringen, aber regelmässig erwies sich dies als Fehl- oder Frühstart. Der Konjunkturmotor heulte nur kurzzeitig auf, oft infolge üppiger staatlicher Geldzuweisungen für wenig gefragte Infrastrukturprojekte, die nur kurzzeitig die Bauwirtschaft stimulierten, ohne dass der Funke auf die Gesamtwirtschaft übergesprungen wäre. «Das hat sich unter Koizumi geändert», lobt Kathy Matsui, Chefstrategin bei Goldman Sachs in Tokio.

Den eigensinnigen, aber konsequenten Premier betrachten viele Japaner als Glücksfall. «Seine Reformpolitik hat die Wende massgeblich beschleunigt», sagt Nagayoshi Miyata, Präsident von Daiwa Investor Relations. «Statt Stillstand geht ein Ruck durch die Nation.»

Mit den Radikalreformen durch Koizumi hat sich Japan wieder darauf besonnen, «dass unsere Unternehmen ihre hervorragende Wettbewerbsfähigkeit nie richtig verloren hatten», meint Miyata. «Die schlechte Stimmung war eher psychologisch bedingt und hat vor allem kleine und mittlere Unternehmen erheblich verunsichert. Wir haben uns selbst blockiert.» Der Daiwa-Mann erklärt die verzögerte Reformwende Japans auch mit dem traditionellen Verhalten der Bevölkerung: «Japaner sind von Natur aus Bauern und keine Jäger, sie sind vorsichtig und denken langfristig.» Diese Mentalität stosse im Ausland zwar häufig auf Unverständnis. «Aber wenn in Japan erst einmal eine Überzeugung gereift ist und eine Entscheidung getroffen wird, geht die Post ab.»

Das trifft vor allem für den Finanzsektor zu. Bei den Banken lag das Epizentrum der Krise. Vor allem in den achtziger Jahren hatten Nippons Geldinstitute, ohne auf Sicherheiten zu achten, bedenkenlos gigantische Kredite ausgegeben. Als die Spekulationsblase auf dem Immobilien- und Aktienmarkt platzte, sassen sie auf einem Riesenberg notleidender Darlehen. «Das führte zu einem Teufelskreis», sagt Richard Jerram, Volkswirt beim Brokerhaus Macquarie Securities. Die Gläubiger konnten säumige Schuldner nicht hart drannehmen, weil sie selbst zu wenig Kapital hatten, um die faulen Kredite aus ihren Bilanzen zu tilgen. Gleichzeitig sanken die Risikobereitschaft und der Bestand an flüssigen Mitteln, um gesunden Firmen neue Darlehen zu gewähren.

Jetzt normalisiert sich die Lage wieder, der Bestand an faulen Krediten ist erheblich zurückgegangen. Die positive Folge laut Jerram: «Die Banken leihen erstmals seit sieben Jahren wieder mehr Geld aus.» Im Mai erklärte Staatsminister Tatsuya Ito, Chef der Tokioter Finanzaufsicht FSA, die Bankenkrise offiziell für beendet.

Laut Jesper Koll haben Japans Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren rund zwei Billionen Dollar Verbindlichkeiten abgebaut. «Das Verhältnis von Privatschulden zu Bruttoinlandprodukt ist das beste seit den siebziger Jahren.» Die Grosskonzerne sind derzeit mit rund einem Zehntel ihres operativen Profits verschuldet – die Hälfte der Verbindlichkeiten, die sie noch vor fünf Jahren in den Büchern stehen hatten. Auch der Mittelstand hat seine Verbindlichkeiten drastisch reduziert. Das schafft freie Mittel für die Modernisierung der Kapazitäten, für Forschung und Entwicklung.

Selbst in seiner tiefsten Krise hat Japan an der Zukunft am wenigsten gespart. 3,5 Prozent seines Bruttoinlandproduktes gibt das Land für Forschung und Entwicklung aus. Damit liegt Japan unter den grossen Industrienationen an der Spitze. Dabei gelingt es dem Staat auch, miteinander konkurrierende Unternehmen an einen Tisch zu bringen und deren Aktivitäten zielgerichtet zu verzahnen. So setzen im Yokusuka Research Park 6000 Experten, wesentlich vom Staat koordiniert, die Massstäbe für die mobile Telekommunikation der nächsten Generation, 4G, die voraussichtlich in etwa fünf Jahren auf den Markt kommen wird.

Junichiro Koizumi kann nicht warten. Er will vielmehr an seinem Reformkurs festhalten. Nachdem der Tokioter Reichstag die umkämpfte Privatisierung der Post jüngst ohne jeglichen Abstrich hatte passieren lassen, hat Koizumi einen neuen Gegner ins Visier genommen: die staatliche Bürokratie. Ohne auf den Aufschrei der Staatsdiener zu achten, verkündete Japans Premierminister vor kurzem, deren Zahl innerhalb einer Dekade um ein Fünftel reduzieren zu wollen. Es handelt sich hierbei um immerhin rund 700 000 eigentlich unkündbare Jobs.

Vor allem die regionalen und kommunalen Verwaltungen gelten mit etwa drei Millionen Mitarbeitern als hoffnungslos überbesetzt. Verschonen will Koizumi bei dieser Rationalisierung lediglich Armee und Parlament. Eine Herkulesaufgabe. Bisher schieden in der zentralen Administration pro Jahr lediglich ein Prozent der Beamten aus – aus Altersgründen. Aber wenn überall in Japan gespart werden müsse, begründet der Regierungschef die geplante Streichaktion, warum dann nicht auch beim Staat selbst?

Die Finanzlage ist prekär: Im laufenden Geschäftsjahr erwartet das Finanzministerium rund 450 Milliarden Franken Steuereinnahmen. Dem gegenüber stehen Ausgaben in fast doppelter Höhe. Eine Neuverschuldung von 450 Milliarden Franken jährlich kann sich Japan jedoch auf Dauer nicht leisten, auch weil die Zentralbank die Zinsen wohl nicht mehr lange auf Nullniveau halten kann. Schon jetzt muss die öffentliche Hand Zinsen und Tilgung für Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt fast 170 Prozent des Bruttoinlandproduktes zahlen.

Über die Haushaltsanierung hinaus soll der Aderlass beim Personal auch die Verwaltung modernisieren, wie Reformminister Heizo Takenaka versichert: «Wir brauchen eine schmalere, effizientere Administration, um die Wirtschaft zu stärken und eine freiere Gesellschaft zu formen.» Auf Junichiro Koizumis Agenda steht deshalb noch eine ganze Liste von Radikalreformen, die Widerstand geradezu provozieren – etwa die Reduzierung der Gesundheitskosten, die Integration der unterschiedlichen Pensionssysteme oder der Abbau zentraler Subventionen um zunächst 45 Milliarden Franken jährlich. Diese Mittel sollen in die Kassen der lokalen Verwaltungen umgelenkt werden, die damit bürgernäher arbeiten könnten als die Ministerien in Tokio.

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